Werbung
Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
11.12.2016 - 05:15
Foto: APA/HERBERT P. OCZERET, APA/ROLAND SCHLAGER

Polizei will bei Gewalt- Demos härter durchgreifen

30.01.2014, 16:26
"Das Einsatzziel wurde erfüllt: Niemand wurde von den Chaoten verletzt. Aber: Wir haben zu lange versucht, in der Situation zu deeskalieren", bewertete Wiens Landespolizeichef Gerhard Pürstl am Donnerstag den Einsatz beim Akademikerball. Laut Polizei-Insidern werde bei Gewalt-Demos künftig härter vorgegangen.

"Natürlich wird's bei so einem Großeinsatz wie beim Akademikerball immer gewisse Defizite geben", zieht Pürstl im "Krone"- Gespräch Bilanz. Obwohl die Arbeit der Exekutive vor Ort "insgesamt ein Erfolg" war, habe sich bei der Durchsicht der Polizeivideos gezeigt, dass für künftige Demo- Einsätze bei der Ausbildung nachgebessert werden müsste: "Die Frage ist sicher berechtigt, ob wir nicht zu lange versucht haben, in der Situation am Stephansplatz zu deeskalieren. Einsatzstock und Pfefferspray hätten früher verwendet werden müssen." Übrigens ist Pürstl sauer auf den Sender Ö1: Nach einem halbstündigen Interview waren dann nämlich lediglich jene Sätze auf Sendung, in denen er Kritik geäußert hat.

"Warum habt ihr euch das alles gefallen lassen?"

Andere Polizeioffiziere formulieren - inoffiziell - noch deutlicher als Pürstl: "Wir werden von den Bürgern gefragt: 'Warum habt ihr euch das alles so lange von diesem Mob gefallen lassen?' Das passiert sicher nicht mehr. Gegen gewalttätige Chaoten wird künftig härter vorgegangen."

Ebenfalls von Polizei- Insidern bestätigt: Die Situation auf dem Stephansplatz konnte auch deshalb derart eskalieren, weil dort - etwas weiter weg von der Sperrzone - nicht die Demo- erprobten WEGA- Einheiten postiert waren, sondern junge Polizisten aus Oberösterreich.

Teils heftige Kritik von Grünen, SPÖ- Jugend und Häupl

Pürstl hatte für den Einsatz am Freitag und seine darauffolgende Ankündigung, bei Rettung und Ärzten Nachforschungen zu medizinisch versorgten Demo- Teilnehmern einholen zu wollen, Kritik und auch Rücktrittsforderungen von Grünen und der SPÖ- Jugend geerntet. Der Wiener Bürgermeister Michael Häupl wunderte sich darüber, dass 2.000 Polizisten 200 Vermummte nicht in den Griff bekamen (siehe Infobox). Und die Grünen beklagten, die Polizei habe eskaliert statt deeskaliert.

30.01.2014, 16:26
Richard Schmitt, Kronen Zeitung/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum