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07.12.2016 - 12:42
Mit diesem Flyer fahndet die Polizei nach dem Serienräuber.
Foto: LPD Vorarlberg

Polizei fahndet per Postwurfsendung nach Räuber

31.03.2016, 13:07

Mit einer etwas ungewöhnlichen Fahndungsmethode versucht die Vorarlberger Polizei einen Serienräuber zu fassen: Mittels Postwurfsendung wird die Bevölkerung in den nächsten Tagen um Mithilfe gebeten. Nicht weniger als 28.000 Haushalte sollen auf diese Weise erreicht werden. Wer einen Hinweis zur Ergreifung des sogenannten Postkartenräubers geben kann, darf sich über eine saftige Belohnung in Höhe von 10.000 Euro freuen.

Seit 2008 soll der Mann insgesamt elf Überfälle auf Bank- und Postfilialen begangen haben. Nach bisherigen Erkenntnissen dürfte es sich bei dem Unbekannten um einen etwa 1,85 Meter großen Vorarlberger handeln, der zwischen 40 und 65 Jahre alt ist.

"Der Mann ist spurenmäßig überführt"

"Unserer Einschätzung nach handelt es sich um einen unscheinbaren Vorarlberger, dem man diese Verbrechen im ersten Augenblick unter Umständen gar nicht zutrauen würde. Der Mann ist spurenmäßig überführt, uns fehlt lediglich der Name der Person", so der stellvertretende LKA- Leiter Stefan Schlosser. Der Mann müsste nicht einmal mehr ein Geständnis ablegen - so erdrückend stelle sich die Beweislage gegen ihn dar.

In den Medien ist der Gesuchte als "Postkartenräuber" bekannt, da er sich zweimal per Postkarte bei den Ermittlern meldete: "Das war noch nicht alles. Komme wieder", schrieb er unter anderem und hielt Wort.

Bilder des Täters
Foto: LPD WIEN

Dringend Hinweise aus Bevölkerung erbeten

Um diesem Mann nun endlich das Handwerk legen zu können, setzt die Exekutive jetzt verstärkt auf Hinweise aus der Bevölkerung. Bewohner der Gemeinden zwischen Dornbirn- Nord und Bregenz, etwa Lauterach, Kennelbach und Schwarzach, sowie die Stadt Feldkirch, wo der Mann laut Geoprofil vermutlich einen Ankerpunkt habe, werden in den nächsten die Postwurfsendung der Polizei in ihrem Briefkasten finden. Damit wolle man auch Menschen erreichen, die die Medien nicht so verfolgten, erklärte Schlosser.

Hier finden Sie die Postwurfsendung der Vorarlberger Polizei. 

Die Vorarlberger Banken setzten zudem über die Sparte Bank und Versicherung in der Wirtschaftskammer eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro für sachdienliche Hinweise aus. Mit dieser Maßnahme wolle man die Arbeit der Polizei aktiv unterstützen, begründete Spartenobmann Wilfried Hopfner, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen Landesbank Vorarlberg. Man hoffe, dass endlich der wichtige Hinweis eingehe, der zur längst fälligen Festnahme des Täters führe.

Überfälle am laufenden Band

Tatsächlich beschäftigt der Unbekannte die Vorarlberger Polizei seit mittlerweile bald acht Jahren: Erstmals überfiel der Mann 2008 eine Sparkassenfiliale in Feldkirch- Altenstadt. Im März 2009 beraubte er die Postgeschäftsstelle in Feldkirch- Altenstadt. Im Mai 2009 schlug er in der Post in Dornbirn- Haselstauden zu, im Juli 2009 in der Sparkasse Bregenz- Weidach. Es folgten zwei Überfälle auf die Post in Feldkirch- Tisis im Jänner und August 2010. Im Juli 2012 überfiel er die Volksbankfiliale in Bregenz- Vorkloster, dann folgte eine zweijährige Pause.

Im Mai 2014 beraubte er die Sparkassenfiliale in Dornbirn- Hatlerdorf, im Dezember 2014 die Post in Schwarzach sowie im Februar 2015 die Sparkasse in Lochau (beide Bezirk Bregenz). Eine Fahndung per Sonderkommission brachte 2009/10 nicht den erhofften Erfolg.

31.03.2016, 13:07
krone.at/AG
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