Werbung
Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
04.12.2016 - 03:29
Foto: Robert Loy

Pfarrer fühlte sich gemobbt - spurlos verschwunden

09.03.2014, 18:30
Seine Schäfchen quälen große Sorgen: Johann Teufl, der Pfarrer von St. Georgen im Attergau in Oberösterreich, ist verschwunden - kein Lebenszeichen seit Freitag. Brisant: Mit dem Zölibat nimmt es der katholische Geistliche nicht allzu genau, seine Beziehung zu einer Frau ist in der Gemeinde bekannt - und nicht von jedermann gerne gesehen. Das Handy ließ er zurück.

Am Freitag trug Johann Teufl noch ein Gemeindemitglied zu Grabe, zelebrierte die Messe. Dann stieg der 54- Jährige in seinen grauen Skoda und verschwand spurlos. Am Samstag schlug die Lebensgefährtin des Seelsorgers Alarm, sein Handy hatte er in der Wohnung der Freundin auf dem Tisch liegen gelassen. Funkstille! Der Geistliche soll unter Leistungsdruck und Mobbing gelitten haben, die Frau erstattete Vermisstenanzeige.

"Er wurde regelrecht angeschwärzt"

"Der Herr Pfarrer hat von Beginn an gesagt: 'Ich komme nicht alleine, ich nehme auch meine Freundin mit'", sagt der St. Georgener Gemeindevorstand Richard Roither. Das war im Jahr 2012. Doch einer kleinen Gruppe im Ort hat die Geschichte gar nicht gepasst. "Die sind allesamt erzkonservativ und haben ständig Beschwerdebriefe an den Linzer Bischof geschickt. Er wurde regelrecht angeschwärzt. Unaufhörlich", so Roither.

Seit seinem Dienstantritt sei der Pfarrer traktiert worden, obwohl ein großer Teil von St. Georgen felsenfest hinter ihm stand. Die Leute waren begeistert, die Sonntagsmessen immer gut besucht. Auch, weil er stets berührende Predigten gehalten habe, heißt es.

"Es hätte wohl besser ein Geheimnis bleiben sollen"

Bei der Messe am Sonntag hat die Chefin des Pfarrgemeinderates eine Mitteilung verlesen. Zitat: "Er nimmt sich eine Auszeit, weiß aber nicht, ob er jemals wiederkommt." Es sind schlimme Befürchtungen, die jetzt seine Gefährtin und den Rest der Gemeinde quälen.

Im Ort selbst sinnieren die Menschen: "Wahrscheinlich wäre es besser gewesen, wenn er das mit seiner Freundin niemandem erzählt hätte. Es hätte wohl besser ein Geheimnis bleiben sollen. Da hätten wir jetzt noch einen Pfarrer und müssten uns keine so großen Sorgen machen."

09.03.2014, 18:30
O. Papacek, R. Loy und S. Ramsauer, Kronen Zeitung/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum