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01.05.2017 - 01:01
Foto: Bergrettung/Martin Trautwein

Pensionistin irrte 22 km durchs Almtal - gerettet

06.02.2014, 13:00
Mindestens 22 Kilometer ist eine 75-jährige Pensionistin am Mittwoch orientierungslos durch das Almtal in Oberösterreich geirrt. Die demente Frau überwand dabei rund 500 Höhenmeter, bevor sie am späten Abend zwar unterkühlt, aber unverletzt auf einem zuvor gekauften Krauthäuptel sitzend im Wald gefunden wurde.

Die Frau - eine gebürtige Berlinerin, die in Linz lebt und bei Verwandten in Grünau im Bezirk Gmunden zu Besuch war - brach gegen Mittag ins zwei Kilometer entfernte Ortszentrum auf, um einzukaufen. Sie dürfte täglich alleine Spaziergänge unternommen, diesmal aber die Orientierung verloren haben. Als sie am Nachmittag nicht zurückkam, schlug ihre Schwiegertochter Alarm.

Suchaktion mit 150 Einsatzkräften

Eine Suchaktion, an der rund 150 Kräfte von Polizei, Feuerwehr, Rotem Kreuz, Bergrettung und Hundestaffel beteiligt waren, wurde eingeleitet. Ein Hubschrauber unterstützte die Helfer aus der Luft. Doch die Frau blieb verschwunden. Immer wieder gingen allerdings Meldungen von Menschen ein, die die Vermisste gesehen haben wollten. Anhand dieser Aussagen wurde von den Einsatzkräften die Route rekonstruiert, entlang derer die Pensionistin von Grünau ins benachbarte Scharnstein und wieder zurück geirrt war.

Den entscheidenden Hinweis lieferte aber ein Facebook- Posting, in dem zu lesen war, dass die 75- Jährige nahe der Talstation der Kasbergbahnen vorbeigekommen sei. Die Suchmannschaften konzentrierten sich daraufhin auf dieses Gebiet und stießen dabei immer wieder auf Spuren der Vermissten im Schnee.

Auf Krauthäuptel im Schnee gewartet

Die Frau war über einen ungeräumten Pfad bis auf eine Seehöhe von 1.000 Meter marschiert, hatte sich dann in einem Wald auf ihren zu Mittag gekauften Krauthäuptel gesetzt und gewartet. Etwa zehn Stunden nach ihrem Verschwinden - kurz nach 22 Uhr - wurde die Pensionistin endlich von den Einsatzkräften gefunden.

Die Frau war unterkühlt, lächelte den Helfern aber entgegen. Sie wurde mit der Rettung zum Haus ihres Sohnes gebracht, wo sie sich mit einem heißen Bad aufwärmte und nach einem ordentlichen Essen nun von den Strapazen erholt.

06.02.2014, 13:00
AG/red
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