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05.12.2016 - 05:30
Die Polizei sucht mögliche weitere Opfer des Neffentrick-Betrügers.
Foto: APA/BARBARA GINDL, Polizei

Pensionist spielte Lockvogel für Trickbetrüger

23.10.2014, 07:34
Äußerst spektakulär ist die Verhaftung eines 19-jährigen Neffentrick-Betrügers in Linz abgelaufen: Ein Pensionist (74), der von dem jungen Mann als Opfer auserkoren worden war, rief die Polizei und spielte danach bravourös seine Rolle als Lockvogel, als dem Gauner 24.000 Euro ausgehändigt werden sollten. Bei der Übergabe der Beute in einem Taxi saß schon ein Kripo-Beamter am Beifahrersitz. Es klickten die Handschellen.

Räumten die Neffentrick- Betrüger in den Jahren 2011 und 2012 noch rund 400.000 bzw. 450.000 Euro bei ihren hinterhältigen Raubzügen von betagten und hilfsbereiten Mitmenschen ab, wurde es danach ruhiger. Dank guter Präventionsarbeit und Sensibilisierung der Bevölkerung schlugen die Betrügereien meist fehl.

Beim jüngsten Fall schlug nun die Polizei gleich vor Ort zu: Der 19- jährige Pole rief bei einer Linzerin (75) an, gab vor, er sei ihr Neffe und brauche dringend Geld für eine Wohnung. Doch die Frau und ihr 74 Jahre alter Partner bemerkten die Betrugsabsichten des Mannes und gingen zwar auf den Deal ein, alarmierten aber gleich danach die Polizei.

"Linzer spielte Opferrolle wie Hollywood- Schauspieler"

"Ab diesem Zeitpunkt spielte der Linzer seine Opferrolle wie ein Hollywood- Schauspieler", lobte LKA- Chef Gottfried Mitterlehner den 74- Jährigen. Gecoacht von Kriminalbeamten, vereinbarte der Linzer mit dem Täter einen Treffpunkt für die Übergabe der geforderten 24.000 Euro. Das Geldpaket sollte ein – völlig unbeteiligter – Taxler zur Landstraße bringen. Doch als dort der Pole seine Beute abholen wollte, klickten schon die Handschellen. Denn im Taxi war bereits ein Beamter mitgefahren.

Da die Polizei mögliche weitere Opfer des Trickbetrügers befürchtet, wurde ein Bild des Täters zur Veröffentlichung freigegeben. "Es laufen Ermittlungen, ob dem gefassten Polen weitere Straftaten nachgewiesen werden können. Oft schweigen Opfer solcher Betrüger aus Scham, sie sollen sich aber bitte bei uns melden", erklärte Chefinspektor Walter Rothländer, Fachbereichsleiter Betrug beim Landeskriminalamt Oberösterreich.

23.10.2014, 07:34
Johannes Nöbauer, Kronen Zeitung/red
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