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08.12.2016 - 07:48
Foto: APA/ZEITUNGSFOTO.AT/DANIEL LIEBL

Opfer: "Sie schoben mir eine Pistole in den Mund"

12.05.2014, 17:39
Zwei Unbekannte haben in der Nacht auf Montag in Innsbruck einen brutalen Raubüberfall auf einen 53-jährigen Geschäftsmann verübt. "Die mit einem Messer und einer Pistole bewaffneten Täter lauerten dem Mann vor seinem Haus auf, drängten ihn hinein und zwangen ihn, einen Tresor zu öffnen", schilderte Edmund Wiesbauer vom Tiroler Landeskriminalamt. Als das Opfer den Code nicht nennen konnte, bedrohten die Täter den 53-Jährigen mit der Waffe, fügten ihm Verletzungen zu, fesselten ihn und flüchteten danach mit dem Safe - der sich allerdings als leer herausstellte.

Gerhard Stadler (53), Fitness- Guru und Gründer des ersten Rund- um- die- Uhr- Fitnesscenters in Tirol, war am Sonntag kurz nach 22 Uhr nach einem harten Arbeitstag auf dem Weg nach Hause - zu einer Villa, die er laut Auskunft der Polizei eher selten bewohnt. Beim Eingang lauerten bereits die beiden bewaffneten Täter.

"Als ich aufgesperrt hatte, haben sie mich auf brutalste Art ins Haus gezerrt. Ich habe mich mit Händen und Füßen gewehrt, gekämpft wie ein Löwe", berichtet Stadler. Die Gauner fackelten nicht lange, kamen gleich zur Sache, schrien, dass sie Geld wollen. "'Ich habe kein Geld', habe ich gesagt. Sie schlugen weiter auf mich ein. Dann zogen sie eine Pistole, schoben sie mir in den Mund. Da hört man auf, sich zu wehren", schildert das Opfer die wohl schlimmsten Minuten seines Lebens. "Ich habe ihnen dann gesagt, dass es einen Tresor gibt."

"Ich meinte, jetzt ist es aus"

Als der Hausbesitzer den Code des Safes jedoch nicht nennen konnte, da er die Villa nur ab und zu bewohnt, drohten sie damit, ihm ein Ohr abzuschneiden. "Sie haben mich gefragt, ob das linke oder das rechte...", so Stadler. Als das Opfer einmal mehr betonte, den Code des Tresors nicht zu kennen, drohte einer der Unbekannten, von der Pistole Gebrauch zu machen. Stadler: "Ich meinte, jetzt ist es aus..."

Doch die Gegenwehr des Opfers dürfte den Ganoven zu diesem Zeitpunkt bereits gereicht haben - sie rissen den Safe aus dem Kasten und traten die Flucht an. Der 53- Jährige, den die Täter verletzt und gefesselt zurückgelassen hatten, konnte nach kurzer Zeit Alarm schlagen. Eine Fahndung nach den Unbekannten blieb erfolglos.

Räuber in Kampfanzügen

Die beiden Täter, die maskiert waren und schwarze Kampfanzüge trugen, wurden von dem Opfer als Mitte 20 und 1,75 sowie 1,80 Meter groß beschrieben. Einer der beiden habe Deutsch gesprochen, untereinander hätten sie sich aber in einer Fremdsprache unterhalten, erklärte Wiesbauer. Laut dem 53- Jährigen habe es sich dabei möglicherweise um eine osteuropäische Sprache gehandelt.

Zeugen gibt es bisher nicht, auch keine Hinweise darauf, wie die Unbekannten den Tatort verließen. Stadler erlitt einen "massiven Schock" und wurde in der Innsbrucker Klinik behandelt. Mittlerweile geht es ihm - den Umständen entsprechend - wieder relativ gut.

12.05.2014, 17:39
Claus Meinert, Kronen Zeitung/AG/red
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