Werbung
Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
05.12.2016 - 06:34
Foto: AP

Österreicher in Libyen von IS entführt

08.03.2015, 08:19
Nach einem Angriff der Terrormiliz Islamischer Staat auf ein libysches Ölfeld, bei dem am Freitag elf Menschen getötet wurden, wird ein Oberösterreicher vermisst. Er dürfte entführt worden sein. Der 39-Jährige gehöre zu einer Gruppe von Ausländern, die für eine internationale Ölfeldmanagementfirma arbeitet, teilte der Sprecher des Außenministeriums, Martin Weiss, am Samstag mit. Zu der Gruppe bestehe seit der Attacke der Dschihadisten auf die Anlage Al-Ghani im Süden des Landes kein Kontakt mehr.

Bei dem Vermissten handelt es sich um den Linzer Dalibor S., der für die Firma Vaos ein Camp in Al- Ghani leitete und dort mit 80 Männern aus 13 Nationen ein Ölfeld betreute. Er hatte eine Unteroffiziersausbildung absolviert, ist geschieden und hat zwei Kinder. "Dalibor war noch vor einer Woche zum Heimatbesuch in Linz", so eine Großcousine des Mannes.

Krisenstab einberufen

Die Angehörigen des vermissten Oberösterreichers wurden laut Weiss informiert und werden derzeit professionell betreut. Außenminister Sebastian Kurz habe einen Krisenstab einberufen, der unter dem Vorsitz von Generalsekretär Michael Linhart tage. Dem Stab gehören Vertreter des Außen- , des Innen- und des Verteidigungsministeriums an. Auch die österreichische Botschaft in Tunesien ist eingeschaltet, da die Botschaft in Libyen wegen der dortigen bewaffneten Auseinandersetzungen geschlossen worden war.

Auch Tscheche wird vermisst

Zu der Gruppe der Ölfeldmanagementfirma, zu der kein Kontakt mehr besteht, gehört laut Weiss auch ein weiterer EU- Bürger aus Tschechien. Dem Vernehmen nach kommen die übrigen Mitglieder von den Philippinen, aus Pakistan und aus dem Sudan.

Angriff forderte elf Tote

Bei dem Angriff des libyschen Ablegers der Dschihadistenmiliz auf das Ölfeld im Süden des Landes wurden am Freitag acht Wachleute und drei Arbeiter getötet. Die Soldaten seien bei dem Überraschungsangriff enthauptet worden, sagte ein Sprecher der libyschen Armee.

Große Teile der Anlage zerstört

Nach Angaben des Sprechers zerstörten die Extremisten große Teile der Anlage, die bisher rund 44.000 Barrel Öl am Tag produzierte. Im Anschluss hätten sich die Männer zurückgezogen. Die Angreifer sollen demnach aus der Küstenstadt Sirte gekommen sein. Sirte, der Geburtsort des einstigen Langzeitherrschers Muammar al- Gadafi, befindet sich seit Februar in den Händen des libyschen IS- Ablegers.

Seit Gadafi- Sturz Chaos im Land

Das nordafrikanische Land versinkt seit dem Sturz Gadafis 2011 immer weiter im Chaos. Erst vergangene Woche hatten IS- Kämpfer kurzzeitig zwei Ölfelder nahe Al- Ghani erobert. Die Dschihadisten nutzen den Zwist zweier konkurrierender libyscher Regierungen für ihren Vorstoß im Land.

08.03.2015, 08:19
AG/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum