Werbung
Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
06.12.2016 - 12:31
Foto: APA/EPA/GERT EGGENBERGER

Österreich von BayernLB "regelrecht abgezockt"

03.07.2014, 14:34
Kein Unglücksfall, sondern "maßgeblich von der Bayerischen Landesbank (BayernLB)" beeinflusst, dürfte die Pleite und damit verbundene Notverstaatlichung der Hypo Alpe Adria gewesen sein. Dies geht aus dem Abschlussbericht der SOKO Hypo Alpe Adria vom Mai 2014 hervor, den das aktuelle "Format" zitiert. Im Bericht heißt es gar, dass die Republik Österreich von den Bayern "regelrecht abgezockt" worden sei. Brisant: Ex-Hypo-Boss Franz Pinkl bekam nach der Verstaatlichung 1,875 Millionen Euro Sonderabgeltung ausgezahlt.

In dem Polizeibericht werden laut "Format" ehemalige Spitzenmanager der BayernLB und der Hypo Group Alpe- Adria, darunter Ex- BayernLB- Boss Michael Kemmer und Ex- Hypo- Chef Franz Pinkl, verdächtigt, der Finanzmarktaufsicht, dem Hypo- Staatskommissär und dem Hypo- Aufsichtsrat "erhebliche Umstände betreffend einer drohenden Gefährdung der Liquidität" verschwiegen zu haben.

Es gehe um den Verdacht der grob fahrlässigen Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen und der Bilanzmanipulation. Die Genannten haben stets jedes Fehlverhalten zurückgewiesen, für sie gilt die Unschuldsvermutung.

Vorstand sollte Bayern- Geld retten

Die für Dezember 2009 geplante Rückführung von BayernLB- Kreditlinien mit einem Volumen von insgesamt 1,1 Milliarden Euro sei den beschuldigten Personen schon lange vor der Notverstaatlichung Mitte Dezember 2009 bekannt gewesen, so das "Format". Schon bei der Bestellung von Pinkl im Mai 2009 sei festgestanden, wie und wann die Bayern aus der Hypo raus und die Österreicher rein sollten. Die BayernLB habe gewusst, dass sie auf einem Pulverfass saß. Für sie sei es um ein Gesamtrisikovolumen von 8,2 Milliarden Euro gegangen. Der Vorstand sollte Bayern- Geld retten.

Durch das Verschweigen der konkreten Kreditlinien- Kündigung, die wenige Tage vor der tatsächlichen Verstaatlichung stattgefunden habe, sollen aufsichtsrechtliche Maßnahmen, wie die rechtzeitige Bestellung eines Regierungskommissärs zur Sicherung abflussgefährdeten Vermögens, verhindert bzw. nicht ermöglicht worden sein.

Sonderabgeltung bei Verstaatlichung vereinbart

Bei den Ermittlungen in der Strafsache Franz Pinkl sei die Polizei auch auf einen mit 27. Mai 2009 datierten "Sideletter" von Kemmer an Pinkl gestoßen. Diese Nebenabsprache zu Pinkls Vorstandsvertrag, der ebenfalls am 27. Mai 2009 unterzeichnet wurde, liefere aus Sicht der Ermittler den ersten konkreten Hinweis, dass die Hypo- Verstaatlichung "kein zufälliger Unglücksfall" gewesen sei.

Denn im "Sideletter" werde bereits ein halbes Jahr vor der Verstaatlichung festgelegt, dass dem neuen Hypo- Boss Pinkl "für den Fall einer mehr als 50- prozentigen Übernahme durch die Republik Österreich" eine finanzielle Sonderabgeltung gebührt, berichtet das Magazin. Laut Vorstandsvertrag sei Pinkls Anspruch bei 1,875 Millionen Euro gelegen. Dieser sei nach der Verstaatlichung auch geltend gemacht worden.

03.07.2014, 14:34
AG/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum