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21.01.2017 - 07:20

Österreich verschickte Hilfslieferungen für Irak

21.08.2014, 13:46
Österreich hat am Donnerstag eine Hilfslieferung für den Nordirak losgeschickt. Eine Bundesheer-Transportmaschine startete um 10 Uhr vom Bundesheer-Fliegerhorst Vogler in Hörsching in Oberösterreich nach Leipzig, wo die Transporte gesammelt und von der deutschen Bundeswehr in die Krisenregion geflogen werden. Verteidigungsminister Gerald Klug verabschiedete den Flug.

An Bord der C- 130- "Hercules"- Transportmaschine befanden sich 9,5 Tonnen Hilfspakete für die medizinische Erstversorgung für bis zu 100.000 Menschen für die Dauer von etwa zwei Monaten im Wert von 150.000 Euro. Klug bezeichnete dies als weiteren österreichischen Beitrag zu einer international koordinierten Hilfsaktion. Die Bundesregierung hat vor wenigen Tagen eine Million Euro als Soforthilfe aus dem Auslandskatastrophenfonds für die UNO im Nordirak beschlossen.

Koordination auf internationaler Ebene

Die Koordination sei auf internationaler Ebene in Europa und in enger Abstimmung mit der UNO erfolgt. Das sei notwendig, denn es mache keinen Sinn, wenn alle dieselben Güter schicken, gab Klug zu bedenken. Dazu sei aber auch eine koordinierte innerstaatliche Vorgangsweise zwischen Außen- und Verteidigungsministerium notwendig gewesen.

Der Minister bezeichnete dies als gemeinsame nationale Kraftanstrengung und bedankte sich in diesem Zusammenhang ausdrücklich bei Außenminister Sebastian Kurz. Dieser erklärte in einer Presseaussendung: "Österreich leistet seit Ende letzter Woche als eines der ersten Länder in der humanitären Krise im Nordirak seinen Beitrag. Hier schauen wir nicht weg, sondern tun, was wir können."

"Stolz auf Österreichs Beitrag"

Klug, der es sichtlich eilig hatte und mit einem Black Hawk eingeflogen war, betonte: "Ich bin stolz darauf, dass das Österreichische Bundesheer hier einen Beitrag leisten kann." Man werde sich auch weiterhin intensiv bemühen, sich international einzubringen: "Internationale Hilfseinsätze sind von den aktuellen Sparmaßnahmen ausgenommen", erklärte er.

Die C- 130 seien auch schon in der Vergangenheit für Evakuierungsmaßnahmen in Libyen und Ägypten eingesetzt gewesen. "Ein Verkauf der Maschinen ist nicht geplant", stellte der Minister fest. Auf die Frage, ob nicht ein Transport per Lkw nach Leipzig billiger gewesen wäre, antwortete er, oberstes Gebot sei, die dringend benötigten Güter schnell zu liefern. Mehrere Staaten seien in die Planung eingebunden, Experten hätten die beste und rascheste Transportmöglichkeit unter anderem im Hinblick auf Überflug- und Landegenehmigungen beziehungsweise Verzollung gesucht.

21.08.2014, 13:46
AG/red
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