Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
29.06.2017 - 11:20
Foto: APA/GEORG HOCHMUTH (Symbolbild)

ÖBB- Schaffner brutal attackiert: Täter verurteilt

12.06.2014, 13:28
Weil er einen Schaffner am Abend des 5. Oktober 2013 in Wien-Floridsdorf mit einer leeren Wodkaflasche attackiert und dem ÖBB-Bediensteten auch noch in die Wade gebissen hatte, ist ein 23-Jähriger am Donnerstag im Straflandesgericht zu insgesamt 19 Monaten unbedingter Haft verurteilt worden. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.

"Ich bekenne mich zu dem schuldig", sagte der Angeklagte. Er habe allerdings "keine Erinnerung an die Tat an sich. Ich war schwer besoffen und auf Drogen". Er habe daher "einen kompletten Filmriss".

Der mehrfach vorbestrafte Gewalttäter hatte gegen 20 Uhr im Bahnhof Floridsdorf den 48- jährigen ÖBB- Mitarbeiter auf einem Bahnsteig angesprochen und um eine Zigarette gebeten. Der Schaffner ist Nichtraucher, daher war für den alkoholisierten jungen Mann nichts zu holen. Daraufhin schlug er dem Mann die Glasflasche auf den Kopf.

Mithilfe von Passanten überwältigte der ÖBB- Bedienstete den Gewalttäter, wobei dieser ihm eine Bisswunde zufügte. Nachdem der Täter von der Polizei festgenommen wurde, stellte sich heraus, dass dieser HIV- positiv ist. Der Schaffner musste sich infolge des Risikokontakts einer Postexpositions- Prophylaxe unterziehen und blieb über Wochen hinweg im Unklaren, ob er sich mit dem HI- Virus infiziert hatte.

Opfer blieb monatelang in Ungewissheit

"Der Mann hatte drei Monate Angst, dass er sich angesteckt hat", stellte die Wiener Rechtsanwältin Andrea Weisert fest, die sich im Namen des Schaffners und der ÖBB als Privatbeteiligte dem Strafverfahren angeschlossen hatte. Auch als klar war, dass er nicht erkrankt war, hätten dem 48- Jährigen Angstzustände und Albträume zu schaffen gemacht: "Er war eine Zeit lang arbeitsunfähig."

Ein medizinisches Gutachten qualifizierte die Folgen des Angriffs als schwere Körperverletzung. Zusätzlich zu den vier Monaten, die Richter Gerald Wagner unter Bedachtnahme auf eine vor wenigen Wochen ergangene Verurteilung zu 15 Monaten wegen schwerer Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs aussprach, wurde dem 23- Jährigen auch eine finanzielle Wiedergutmachung aufgetragen. Laut rechtskräftigem Urteil hat er formal binnen 14 Monaten dem ÖBB- Bediensteten 5.000 Euro zu bezahlen.

Dass der 48- Jährige in absehbarer Zeit davon etwas sehen wird, ist fraglich. "Ich habe keine Ausbildung und keinen Schulabschluss", bemerkte der Angeklagte. Er könne nach seiner Entlassung allenfalls "als Hilfsarbeiter hackeln".

Mehrere brutale Übergriffe auf Öffi- Personal

In den vergangenen Wochen und Monaten ist es in der Bundeshauptstadt wiederholt zu massiven Gewalttätigkeiten gegen Personal der ÖBB und der Wiener Linien gekommen. Erst am vergangenen Donnerstag wurde ein Straßenbahnfahrer an der Endstelle der Linie 46 am Joachimsthalerplatz in Wien- Ottakring niedergeschlagen. Der Mann erlitt schwere Kopfverletzungen und musste notoperiert werden (Bericht siehe Infobox).

12.06.2014, 13:28
AG/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum