Werbung
Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
06.12.2016 - 23:47
Foto: APA/dpa/Daniel Karmann

Ö: Mehrheit der Jugend ist für Cannabis- Freigabe

26.06.2014, 13:43
Einer Freigabe von Cannabis steht Österreichs Jugend äußerst offen gegenüber - das zeigt zumindest eine Eurobarometer-Umfrage der EU-Kommission im Juni, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Zudem halten junge Österreicher den Konsum von Marihuana für weniger gefährlich als häufigen Alkoholgenuss. Gegenüber anderen Drogen waren die Befragten allerdings deutlich skeptischer eingestellt.

Laut den Zahlen sprechen sich 52 Prozent der Jugendlichen zwischen 15 und 24 Jahren für eine regulierte Freigabe von Cannabis aus, ein Prozent will völlig ungeregelten Zugang zu der Droge. Hingegen sind 47 Prozent dafür, Cannabis weiterhin zu verbieten. Eine breite Mehrheit von 62 Prozent der Jugendlichen gibt an, die Droge selbst nie ausprobiert zu haben - ähnlich viele geben an, keinen Zugang zu Haschisch oder Marihuana zu haben. Neun Prozent haben in den vergangenen 30 Tagen mindestens einmal Cannabis konsumiert, für 29 Prozent liegt die Erfahrung länger zurück.

Alkohol für Jugend schlimmer als Kiffen

Insgesamt halten es 56 Prozent der insgesamt 501 befragten Jugendlichen in Österreich für wenig oder gar nicht gefährlich, ein- bis zweimal im Leben zu kiffen. Rund 16 Prozent sehen auch bei regelmäßigem Konsum von Marihuana oder Haschisch lediglich ein geringes oder sogar gar kein Risiko für die Gesundheit, hingegen glaubt das nur jeder Zehnte der Befragten bei Alkohol.

Weniger Zuspruch finden hingegen andere Drogen. Etwa sagen 86 Prozent der Jugendlichen laut Umfrage, dass selbst das ein- oder zweimalige Ausprobieren der Partydroge Ecstasy ein hohes oder erhöhtes Risiko für die Gesundheit darstelle. Nur jeder Zwanzigste spricht sich dafür aus, Ecstasy legal erhältlich zu machen. Ähnlich hoch sind auch die Zahlen für Kokain. Auch gegenüber legalen Substanzen gibt es große Zurückhaltung: 93 Prozent geben an, noch nie eine als "Legal High" bekannte synthetische Droge, etwa künstliche, Marihuana- ähnliche Cannabinoide genommen zu haben.

EU- Kommission besorgt über Vormarsch der "Legal Highs"

Die EU- Kommission zeigt sich indes besorgt über den europaweiten Vormarsch der "Legal Highs". Deren Konsum hat sich seit 2011 unter Jugendlichen von fünf auf acht Prozent erhöht. Grund dafür dürfte auch die leichte Verfügbarkeit sein: Die oft als Lebensmittelzusätze oder gar Badesalze verkauften Substanzen sind für 15 Prozent der europäischen Jugend sehr leicht oder leicht binnen 24 Stunden zu besorgen und besser erhältlich als etwa Ecstasy oder Heroin.

Die Zahl der Jugendlichen, die in den vergangenen zwölf Monaten einmal Cannabis probiert haben, ist europaweit übrigens deutlich angestiegen - von 14 Prozent im Jahr 2011 auf mittlerweile 17 Prozent.

26.06.2014, 13:43
AG/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum