Werbung
Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
23.01.2017 - 10:24
Nationalbank-Gouverneur Nowotny sieht keinen Grund für Strafzinsen auf Bankeinlagen.
Foto: APA/GEORG HOCHMUTH

Nowotny: Kein Grund für Strafzinsen auf Einlagen

05.12.2014, 12:14
Österreich befinde sich nicht in einer Rezession, erklärte Nationalbank-Gouverneur Ewald Nowotny am Freitag bei der Präsentation der neuen Konjunkturprognose, die allerdings für die Jahre 2014 bis 2016 doch deutlich negativer ausfällt als angenommen. Bezüglich der niedrigen Euro-Leitzinsen merkte Nowotny an, dass die seit Kurzem bei der Europäischen Zentralbank fälligen Negativzinsen keine Auswirkungen auf Privatkunden haben werde.

Es gebe dafür seiner Ansicht nach keinen Grund, dass sich dieser Trend auf die allgemeinen Geschäftsbanken und deren Kunden überträgt. Banken, die Geld bei der EZB parken, müssen dafür seit Kurzem Negativzinsen zahlen. Vor allem in Deutschland beklagen Großbanken wachsenden Druck auf die Banken, ihren eigenen Kunden Strafzinsen auf ihre Einlagen zu verrechnen.

Nowotny: "Österreich ist gut durch die Krise gekommen"

Anlässlich der doch eher enttäuschenden Konjunkturprognose meinte der OeNB- Chef, dass Österreich gut durch die Wirtschaftskrise gekommen sei. "Wir müssen achten, dass wir nicht in eine strukturelle Wachstumsschwäche geraten. Ich würde das als Warnsignal sehen", betonte der Notenbank- Chef in Richtung Wirtschaftspolitik. OeNB- Expertin Doris Ritzberger- Grünwald meinte, zwar sei ein normaler Konjunkturaufschwung in der Prognose "leider nicht unterlegt", "eine Rezession sehen wir auch nicht", sondern "eine Erholung in kleinen Schritten".

"Genau analysieren" will die OeNB laut Nowotny die in Österreich mit heuer 1,5 Prozent und kommendes Jahr 1,4 Prozent im europäischen Vergleich recht hohe Teuerungsrate. An sich sei ja diese Rate deutlich unter dem, was die EZB als Preisstabilität ansehe. Doch gebe es eine Reihe heimischer Sonderfaktoren, etwa der Dienstleistungssektor und der Fremdenverkehr würden die Inflation antreiben - für Ritzberger- Grünwald auch ein Zeichen, dass der Tourismus gut läuft. Zudem seien rund 0,4 Prozentpunkte der Teuerung durch den öffentlichen Sektor verursacht, etwa Gebühren, so Nowotny.

Positiver Budgetvollzug: Weniger Ausgaben, Mehreinnahmen

Zum Budgetvollzug 2014 sei die Nationalbank etwas optimistischer als das Finanzministerium, sagte Nowotny. Bei den Ausgaben sei man heuer etwas sparsamer, und die Einnahmen seien heuer gut. Das Defizit steige aber, erstens weil positive Vorjahreseffekte (etwa die Telekom- Auktion) wegfielen, vor allem aber wegen der "Vermögenstransfers an Banken", also hauptsächlich die Hypo/Heta- Restrukturierung. Freilich gebe es gerade im Bad- Bank- Bereich "erhebliche Unsicherheiten", was die Bewertungsfragen betreffe. Die Staatsschulden sollen von 85,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts heuer bis Ende 2016 auf 82,9 Prozent des BIP sinken.

05.12.2014, 12:14
red/AG
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum