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07.12.2016 - 19:31
Lebensretter Michael Dressel und Sabine Kovacs
Foto: Klemens Groh, Peter Tomschi

Notarzt- Helikopter von Spitälern abgewiesen

21.05.2015, 17:12
Dramatische Szenen im MaXX Sportcenter in Wien-Floridsdorf: Zwei Mitarbeiter kämpften verbissen um einen in Lebensgefahr schwebenden Stammgast - damit dieser dann über eine Dreiviertelstunde im parkenden ÖAMTC-Hubschrauber ausharren musste. Der Pilot durfte bei keinem Krankenhaus landen…

"Er hat gekrampft, dann das Bewusstsein verloren und aufgehört zu atmen", so Michael Dressel. Der Restaurant- Leiter und die Geschäftsführerin des Centers, Sabine Kovacs, wurden letzte Woche zu Lebensrettern. Ein Tennisspieler war zusammengesackt. Mit Herzmassage und Einsatz des hauseigenen Defibrillators hielten die couragierten Helfer den Stammgast bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte am Leben.

Wegen Platzmangels keine Landeerlaubnis

"Es dauerte nur zehn Minuten, bis das Rettungsteam da war. Aber die kamen uns vor wie eine Ewigkeit", so Sabine Kovacs. Minuten später landete zusätzlich auch schon der ÖAMTC- Hubschrauber auf dem Parkplatz - wo der Pilot dann auch über eine Dreiviertelstunde samt Patient parken musste. Grund: Alle angerufenen Spitäler in Wien erteilten keine Landeerlaubnis. Aus Platzmangel, wie es hieß. Erst nach Intervention auf höchster Ebene durfte der Heli doch noch am AKH- Dach landen. "Und uns wird bei Erste- Hilfe- Kursen eingetrichtert, dass jede Sekunde zählt", so die MaXX- Geschäftsführerin.

KAV: Zusammenspiel "unglücklicher Umstände"

"Kein Einzelfall", wie ein Insider berichtet. "Es gab bereits Patienten, die wegen solchen Wartezeiten gestorben sind." Der Wiener Krankenanstaltenverbund sieht in dem Vorfall ein Zusammenspiel "unglücklicher Umstände": "Da angegeben wurde, dass der Patient zum Herzproblem auch noch eine Kopfverletzung hat, kamen nur drei Spezialkliniken infrage. Und die hatten zu diesem Zeitpunkt nach eigenen Angaben keine Kapazitäten", erklärt ein Sprecher. "Zudem war der Mann bereits stabil."

Die "Kopfverletzung", in diesem Fall jedoch "nur" Schürfwunden, hatte sich der Patient beim Zusammenbruch zugezogen. Er ist mittlerweile auf dem Weg der Besserung.

21.05.2015, 17:12
Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung/red
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