Werbung
Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
06.12.2016 - 03:21
Foto: thinkstockphotos.de

Nicht nur beim Abheben: So zocken uns Banken ab

14.07.2016, 16:32

Seit der US- Anbieter Euronet - wie berichtet - 1,95 Euro je Abhebung verlangt , gehen die Wogen in Österreich hoch. Die Bankomatgebühr wäre aber nur eine weitere Einnahmequelle der Banken. Schon jetzt ist der Gebührendschungel sehr unübersichtlich. Für viele Leistungen wird nämlich bereits "extra" kassiert. Vor allem jenen Kunden, die keine umfassenden (teuren) Kontopakete haben, drohen Zusatzkosten von mehreren Hundert Euro im Jahr.

Ein Blick auf das "Konditionenblatt" des Girokontos bei der Hausbank zeigt schnell, wie kompliziert die Gebührenstruktur tatsächlich ist. Zahlt man beispielsweise eine Überweisung am Schalter bar ein, sind bis zu 2,90 Euro extra fällig.

Gleiches gilt für Barabhebungen beim Berater. Hier reicht die Bandbreite von einem bis zu stolzen drei Euro je Behebung. Wer also einmal pro Woche "Geld holt", zahlt im Extremfall mehr als 150 Euro im Jahr zusätzlich. Aber auch all jene, die sich ihre Kontoauszüge zuschicken lassen, müssen dafür mitunter ins Börsel greifen.

Mahnungen bei Krediten kosten bis zu 50 Euro

Übersehen sollten Kreditnehmer auch keine fällige Rate. Muss die Bank eine Mahnung verschicken, sind im schlimmsten Fall bis zu 50 Euro "Strafe" fällig. Generell schnüren die Kreditinstitute immer öfter individuelle Kontopakete, je nach den eigenen Bedürfnissen (Studenten, Senioren usw).

Dementsprechend sind die inkludierten Leistungen auch sehr unterschiedlich. Man sollte sich daher genau informieren, was dabei ist und was nicht. Andernfalls erlebt man bei der in der Regel quartalsweisen Kontoabrechnung sein Wunder.

SPÖ lässt Gesetz gegen Bankomatgebühr prüfen

Ein Verbot der Bankomatgebühren fordert jetzt die SPÖ. Andreas Schieder, sozialdemokratischer Klubobmann und enger Berater von Bundeskanzler Christian Kern, sagte am Donnerstag zur "Krone", dass derzeit alle rechtlichen Maßnahmen geprüft würden, die ein solches Verbot möglich machen.

SPÖ-Klubobmann Schieder
Foto: APA/HELMUT FOHRINGER

"Ein Bankomat ist kein Tschickgerät. Sondern da wollen sich die Menschen ihr eigenes Geld von der Bank abholen. Man zahlt ohnehin schon genügend an Kontoführungsgebühren", so der SPÖ- Klubobmann. Ein Gutachten des Verfassungsdienstes habe bereits ergeben, dass ein Gebühren- Verbot beim Geldbezug von einem Bankomaten laut Konsumentenschutzgesetz durchaus zulässig wäre.

Kosten für Kontoführung über EU- Schnitt

Schieder begründete die Überlegung zusätzlich mit den ohnehin sehr hohen Kosten für die Kontoführung. Österreichs Banken lägen hier über dem EU- Schnitt und seien deutlich teurer als in Deutschland. "Wir sind unter den zehn Teuersten in Europa", sagt der Klubchef.

Zudem, so Schieder, sind Bankomatbehebungen für die Kunden in anderen europäischen Staaten ebenfalls gebührenfrei. In Irland etwa habe die Notenbank solche Gebühren für die Bankomatnutzung ausdrücklich untersagt. Und auch in Portugal seien Bankomatgebühren von der Regierung verboten worden.

Foto: Martin A. Jöchl, APA/GEORG HOCHMUTH

147 Millionen Bankomatbehebungen pro Jahr

In Österreich wurden zuletzt jährlich etwa 147 Millionen Bankomatbehebungen durchgeführt, dabei im Durchschnitt 200 Euro abgehoben. Bisher wurde dem Kunden dafür nichts verrechnet, die Banken stellten einander gegenseitig 40 Cent pro Behebung in Rechnung. Das war mehr oder weniger ein Nullsummenspiel.

14.07.2016, 16:32
Kronen Zeitung/krone.at
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum