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09.12.2016 - 09:32
Foto: APA/GEORG HOCHMUTH, Kronen Zeitung

Nicht gegendert: Millionen Strafzettel unbrauchbar

05.08.2015, 20:05
Seit 1. August müssen Verwaltungsformulare und damit auch Strafzettel laut einer neuen Verordnung gegendert werden, also sowohl die männliche als auch die weibliche Form der Ansprache enthalten. Weil auf Millionen von alten Organmandaten die weibliche Form fehlt, müssen diese nun allesamt vernichtet werden. Das ist mit erheblichem Verwaltungsaufwand verbunden, was viele Beamte nicht freut.

Grund für den Ärger ist laut "Kurier" das "Formular 45". Die sogenannte Organstrafverfügung enthielt bisher die Formulierung "vom Lenker". Seit 1. August dürfen jedoch nur noch gegenderte Strafzettel ausgestellt werden, die den Passus "vom Lenker/von der Lenkerin" (siehe Faksimile) enthalten, berichtete die Zeitung am Mittwoch.

Die alten laut Amtsdeutsch "streng verrechenbaren Drucksorten" müssen jetzt gesichert vernichtet werden. Und nicht nur das: Jeder Strafzettelblock eines Polizisten ist in der Regel 50 Blatt stark. War nun dieser Block zum Umstellungszeitpunkt bereits angebrochen, müssen sämtliche noch darauf verbliebenen Strafzettel manuell im Computer storniert werden - wegen der fortlaufenden Nummern.

Um das Ausmaß des Materialaufwands erahnen zu können: Österreichweit wurden 2013 4,8 Millionen Raser registriert. Tausende Strafzettel werden jährlich zudem wegen Falschparkens und Telefonierens am Steuer ausgestellt. Allein die Verkehrsabteilung der Polizei in Niederösterreich verbraucht jährlich rund 1500 Strafzettelblöcke. Der Reißwolf hat jedenfalls ordentlich Arbeit vor sich, um die alten Strafzettel jetzt zu vernichten.

Aus dem für Genderfragen zuständigen Frauenministerium heißt es dazu, dass es kein eigenes Budget für derartige Umstellungen gibt. Die neuen Strafzettel stoßen im Ministerium auf Begeisterung, weil laut Frauenministerin Gabriele Heinisch- Hosek sprachlich zu mehr Gleichstellung von Frauen und Männern beigetragen wird.

05.08.2015, 20:05
Kronen Zeitung/red
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