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05.12.2016 - 20:28
1. August 1976: Die zweite Reichsbrücke liegt in der Donau, es gab ein Todesopfer.
Foto: Votava

Neuer Alarm um Wiener Reichsbrücke

07.04.2016, 05:55

Fast 36 Jahre lang wurden die Pfeiler der neuen Reichsbrücke nicht ausreichend kontrolliert: Das kritisiert nun, 40 Jahre nach dem Einsturz 1976, der Wiener Stadtrechnungshof in einem noch vertraulichen Prüfbericht. Die Experten des Magistrats garantieren jedoch: "Die Brücke ist sicher." Die 42.000 für Sonntag angemeldeten Marathonläufer müssten sich keine Sorgen machen.

Aus Schaden sollte man eigentlich klug werden. Aber trotz der Einsturzkatastrophe am 1. August 1976 gibt auch die Wartung der neuen, dritten Reichsbrücke, die 1980 eröffnet wurde, Anlass zur Kritik des Rechnungshofes. In einem 85- seitigen Bericht, der am Donnerstag offiziell veröffentlicht wird, ist zu lesen: "Die Einschau des Stadtrechnungshofes ergab, dass Maßnahmen teilweise nicht im erforderlichen Umfang und in der erforderlichen Tiefe durchgeführt wurden. Die 'Prüfungen' der Pfeiler wurden auf den Bereich ober Wasser beschränkt."

"Gebrechen seit 2013 bekannt"

Somit wurde 36 Jahre lang nicht kontrolliert, wie der massive, mitten in der Donau stehende Brückenpfeiler der 865 Meter langen und 26,10 Meter breiten Brücke unterhalb der Wasserlinie aussieht. Weiterer Kritikpunkt des Rechnungshofes: "Die erforderliche dringende Instandsetzung der Brückenlager war erst für Herbst 2016 angesetzt, obwohl das Gebrechen seit 2013 bekannt war."

Dramatische Szenen 1976: Die zweite Reichsbrücke stürzt in sich zusammen.
Foto: VOTAVA

RH- Empfehlungen wird gefolgt

"Die Reichsbrücke ist sicher, es gab keine Gefahr", nimmt Senatsrat Hermann Papouschek, der Chef der Brückenbauabteilung MA 29, im Gespräch mit der "Krone" zur Kritik Stellung. Er erklärt dazu: "Natürlich werden wir den Empfehlungen des Rechnungshofes Folge leisten. Aber wichtig war, dass wir mit Echolot- Messungen zyklisch kontrolliert haben, ob beim Pfeiler Unterspülungen möglich sind." Der größere Zeitraum für die Erneuerung der Brückenlager habe sich aufgrund einer sorgfältigen Planung eben so ergeben. Die für die MA 29 zuständige Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) sagt: "Alle nötigen Maßnahmen sind bereits in Umsetzung."

Das Fahrzeug, das im Wasser landete, war unter dem Namen "Donaubus" bekannt.
Foto: Helmut Krcal
Viele Schaulustige tummelten sich an den Ufern.
Foto: Helmut Krcal
Das blieb von der Brückenauffahrt stadtseitig übrig.
Foto: Helmut Krcal
Beinahe das komplette Bauwerk versank in den Fluten.
Foto: TARS631
Im Vordergrund: Die Auffahrt auf der Donauinsel-Seite
Foto: Helmut Krcal
Mit Booten näherte man sich der Unglücksstelle und dem "Donaubus".
Foto: Walter Wobrazek

07.04.2016, 05:55
Richard Schmitt, Kronen Zeitung
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