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26.05.2017 - 06:45
75 Hektar Hochwald standen auf der Göriacher Alm in Lurnfeld in Flammen.
Foto: APA/BFKDO SPITTAL/DRAU/UNBEKANNT, APA/PHILIP STOTTER / Video: Freiwillige Feuerwehr Möllbrücke/Alfred Kreiner

Nächster Waldbrand in Kärnten ausgebrochen

23.04.2015, 13:14
Kaum sind die letzten Glutnester des Waldbrandes oberhalb von Oberdrauburg in Kärnten unter Kontrolle, schon gibt es das nächste Feuer - diesmal am Plankogel bei der Göriacher Alm in Lurnfeld. Am frühen Mittwochabend begann es dort aufgrund von Trockenheit zu brennen, zahlreiche Feuerwehrleute standen im Einsatz. In der Nacht breitete sich das Feuer, wie bereits befürchtet, weiter aus. Am Donnerstag standen kurz nach Mittag schon 75 Hektar Hochwald in Flammen.

Auch in diesem Fall fachte der starke Wind das Feuer, das gegen 18.20 Uhr ausgebrochen war, an und ließ die Flammen - diese erreichten laut Angaben des Bundesheeres teilweise eine Höhe von 60 bis 70 Metern - rasch um sich greifen. Bald danach brannte bereits ein 15 Hektar großes Waldstück. Seitens der Polizei wurde eine weitere Ausbreitung des Brandes befürchtet, über Nacht spitzte sich die Lage dann tatsächlich weiter zu. Mittlerweile ist ein 75 Hektar großes Gebiet vom Feuer betroffen, der innere Kern des Waldbrandes ist 30 bis 40 Hektar groß.

"Östlicher Teil schaut schon sehr gut aus"

"Das ist extrem felsiges, steiles Gelände, zudem ehemaliges Sturm- Paula- Gebiet. Wenn irgendwo ein Stamm brennt und umfällt, stürzt er gleich 300 oder 400 Meter hinunter und entfacht dort ein neues Glutnest", berichtete Bezirkshauptmann Klaus Brandner über die Lage vor Ort. Der Einsatz sei für die Feuerwehrleute sehr gefährlich.

Mehrere Hubschrauber des Bundesheeres fliegen Wasser aus einem nahe gelegenen Speicherteich, einem Schotterteich und aus der Drau zu den Brandherden, da im bergigen Gelände akute Wasserknappheit herrscht. Die Löscharbeiten konzentrierten sich um die Mittagszeit auf den südlichen Bereich, um eine Ausbreitung des Feuers zu verhindern. "Der östliche Teil, wo der Brand ausbrach, dort schaut es schon sehr gut aus. Die Löscharbeiten sind erfolgreich gewesen, es gibt nur mehr einzelne Glutnester, die laufend bekämpft werden", erklärte der Bezirkshauptmann. Er sei froh, dass Militärhubschrauber in der Nähe stationiert seien, der Katastropheneinsatz des Heeres sei bei so einem Waldbrand "unbedingt notwendig". Das Brandgebiet liegt immerhin auf einer Höhe zwischen 1.500 und 1.800 Metern.

"Speziell im westlichen Teil kann man nur vorbeugenden Brandschutz machen, einerseits wegen dem extrem steilen und felsigen Gelände, andererseits ist es dort zu gefährlich, weil der Wind den Rauch dorthin bläst", so Brandner weiter.

"Wir hoffen auf Regen, alles ist trocken"

Die Bergrettung ist ebenfalls im Einsatz. Ihre Aufgabe ist es, die Feuerwehrleute bei ihrer Arbeit zu sichern. Zusätzlich habe man noch 100 Soldaten des Bundesheers in Reserve, sagte der Bezirkshauptmann. Allerdings werde noch gezögert, diese einzusetzen, weil den Soldaten eine Fachausbildung fehle. Brandner: "Wir hoffen auf Regen, momentan schaut es aber nicht danach aus. Wir hatten wochenlang schönes Wetter, alles ist trocken." Laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik müsste allerdings im Laufe des Tages Regen einsetzen.

Der Verkehr im Umkreis des Waldbrandes wurde aus Sicherheitsgründen eingeschränkt, auf der Bundesstraße wurde Tempo 50 verfügt. "Immer wieder sind Schaulustige stehen geblieben, wir wollen keinen Unfall riskieren", so Brandner. Zufahrtstraßen zum Waldgebiet dürfen nur mehr von Einsatzkräften benutzt werden, für den übrigen Verkehr sind sie gesperrt. "Es gibt immer wieder Leute, die sich das anschauen wollen. Sie sollen die Einsatzkräfte nicht behindern."

Nachlöscharbeiten in Oberdrauburg

Auch in Oberdrauburg  waren die Feuerwehren noch im Einsatz, die Situation hat sich dort aber mittlerweile beruhigt. Der Waldbrand konnte weitgehend gelöscht werden, laut Landesalarm- und Warnzentrale waren die Einsatzkräfte am Donnerstag nur mehr mit Nachlöscharbeiten beschäftigt.

Unterdessen wurden auch in anderen Teilen Kärntens Vorsichtsmaßnahmen gesetzt. Laut Forstlandesrat Christian Benger besteht im gesamten Bundesland Waldbrandgefahr. Landesforstdirektor Gerolf Baumgartner erwartet, dass alle Bezirkshauptmannschaften Verordnungen zum absoluten Verbot von Feuer und Rauchen im Bereich von Wäldern erlassen werden.

23.04.2015, 13:14
AG/red/Kronen Zeitung
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