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04.12.2016 - 23:06
Foto: APA/GEORG HOCHMUTH, oiag.at

Nächste ÖIAG- Rochade: Chef Kemler geht vorzeitig

23.10.2014, 19:22
Der Totalumbau in der Staatsholding ÖIAG geht munter weiter: Der Aufsichtsrat hat am Donnerstagabend den Vertrag von Vorstand Rudolf Kemler bis zum 31. Oktober 2015 verkürzt. Ursprünglich wäre der Vertrag noch bis 2017 gelaufen. Das Votum zur Verkürzung erfolgte einstimmig, verkündete Aufsichtsratschef Siegfried Wolf. Wer Kemler nachfolgt, steht noch nicht fest.

Möglicherweise endet das Engagement Kemlers in der ÖIAG noch früher als nun vereinbart: "Wenn die Regierung beschließt, die ÖIAG in jetziger Form oder Struktur zu ändern oder aufzulösen, wird der Kemler- Vertrag zu einem früheren Zeitpunkt aufgelöst", sagte Wolf.

Wolf spielt Ball an Regierung

Kemler habe gebeten, dass die ÖIAG nicht von der Verlängerungsoption bis 2017 Gebrauch mache, so der Staatsholding- Präsident weiter. Wolf machte einmal mehr klar, dass er sich ein klares Konzept der Regierung und dann eine Gesetzesänderung erwartet - es werde "sicherlich noch viel diskutiert werden".

Kemler selbst sagte nach der Sitzung, die er gewissermaßen als Gast verfolgt hatte, dass bei der ÖIAG nun die Politik wieder eine größere Rolle spiele - "und das ist nicht das Umfeld, in dem ich mich betätigen wollte". Das sei auch der Grund, weshalb die Verlängerungsoption nicht gezogen worden sei.

Kemler hat sich "überhaupt nichts vorzuwerfen"

Er habe sich "überhaupt nichts vorzuwerfen, im Gegenteil", sagte Kemler. Bei der Telekom, die am Donnerstag einen Verlust von 190 Millionen Euro in den ersten drei Quartalen bekannt gegeben hatte, wie auch bei der zuletzt turbulenten OMV gebe es rückblickend "nur Positives, nichts Negatives".

Die Aufsichtsratssitzung war mit Spannung erwartet worden, schließlich war die Zukunft der ÖIAG in den vergangenen Wochen heiß diskutiert worden. Erst vor gut einer Woche hatte die ÖIAG- Tochter OMV personell umgerührt und die Vertragsdauer von Vorstandschef Gerhard Roiss verkürzt. Er scheidet nun Mitte 2015 aus dem Unternehmen - zwei Jahre früher als vorgesehen (siehe Infobox).

23.10.2014, 19:22
red/AG
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