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20.02.2017 - 18:19
Foto: Arnold Klement

Nach Hausexplosion: Gefahr noch nicht gebannt

18.11.2014, 13:27
Nach der verheerenden Hausexplosion am Montagabend im steirischen Kapfenstein, bei der ein 57 Jahre alter Mann und sein 28-jähriger Sohn ums Leben gekommen sind, ist die Gefahr vor Ort noch nicht gebannt. Im Zuge der Sicherungsarbeiten wurde weiteres hochexplosives Material in den Trümmern gefunden. Zudem stießen die Einsatzkräfte immer wieder auf Leichenteile.

Die explosiven Stoffe müssen laut Polizeisprecher Fritz Grundnig in mühsamer Kleinarbeit händisch von den Entschärfungsbeamten aus den Trümmern geholt werden. Danach soll alles in einem gesicherten Anhänger abtransportiert werden, um es andernorts genauer zu untersuchen.

Um was es sich genau handle, müsse erst geklärt werden, es seien jedenfalls "röhrenartige Gebilde". Laut Grundnig könnte es sich bei einem der Stoffe, die die Opfer für das Basteln der Böller verwendet hatten, um eine Mischung aus Aluminiumoxid handeln. Näheres über die Zusammensetzung soll die Untersuchung ergeben.

Woher stammen die Explosivstoffe?

In einen Nebengebäude wurden zudem Substanzen sichergestellt, die in Vorbereitung für eine weitere Produktion gelagert waren. Ob die Gegenstände für den Verkauf gedacht waren, sei noch offen, werde aber geprüft.

Am Dienstag wurde auch klar, dass der Vater und seine beiden Söhne nicht berechtigt waren, Böller herzustellen. Allein um pyrotechnische Gegenstände der Kategorie 3 ("mittelgroße Gefahr") und Kategorie 4 ("große Gefahr") zu verwenden, sind spezielle Schulungen und eine behördliche Genehmigung notwendig. Für das landwirtschaftliche Anwesen gab es auch keine Betriebsstättengenehmigung. Woher die Stoffe stammen, war am Dienstag ebenfalls noch nicht geklärt.

Leichenteile aus Trümmern geborgen

Noch in den Nachtstunden konnten zudem mehrere Leichenteile der beiden Opfer geborgen werden, die nun von der Gerichtsmedizin näher untersucht werden sollen. Zusätzlich erwägt man zu einem späteren Zeitpunkt auch noch den Einsatz von Spürhunden, die das Areal absuchen sollen.

Der zweite Sohn des 57- Jährigen - er war der Tragödie nur knapp entgangen, da er wenige Minuten vor der Explosion in ein Nebengebäude gegangen war - konnte bislang nur kurz zu den dramatischen Ereignissen befragt werden. Zu sehr steht der Mann, der seinen Vater und Bruder verloren hat, noch unter Schock. Über den Inhalt seiner Aussagen ist bislang nichts Näheres bekannt.

Häuser im Umkreis teils schwer beschädigt

Dienstag früh zeigte sich dann bei Tagesanbruch das wahre Ausmaß der abendlichen Explosion: Zahlreiche umliegende Häuser waren durch die enorme Druckwelle erheblich beschädigt, unzählige Ziegel von den Dächern gefegt worden. Sogar ein Bewohner in 1,4 Kilometer Entfernung hatte ein kaputtes Fenster gemeldet. Nun sind Polizisten damit beschäftigt, die Beschädigungen an den Nachbargebäuden aufzunehmen und sich einen Überblick zu verschaffen. Der Sachschaden dürfte ersten Schätzungen zufolge zumindest eine Million Euro betragen.

18.11.2014, 13:27
AG/red
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