Werbung
Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
04.12.2016 - 16:28
Die Sulm trat über die Ufer.
Foto: APA/ERWIN SCHERIAU

Nach erneuten Überflutungen: Lage beruhigt sich

14.09.2014, 17:59
Nach einer erneuten massiven Regenfront in der Nacht auf Sonntag, die in der Steiermark und auch vereinzelt in Niederösterreich wieder zu Überschwemmungen und Hangrutschungen geführt hatte, hat sich Lage am Sonntagnachmittag langsam entspannt. Laut Landesfeuerwehrverband waren vor allem die Bezirke Leibnitz, Graz-Umgebung, Weiz wie auch Teile des Bezirkes Südoststeiermark betroffen gewesen, in Niederösterreich der Bezirk Bruck an der Leitha und der Bezirk Baden.

Insgesamt standen in der Steiermark am Sonntag bis zu 3.500 Feuerwehrleute im Einsatz. Über die Ufer getretene Bäche, überflutete Straßen, Gebäude und landwirtschaftliche Flächen prägten das Bild in den betroffenen Gebieten. Mit Tauch- und Schmutzwasserpumpen wurde gegen die Widrigkeiten der Natur gekämpft, vereinzelt mussten laut Thomas Meier vom Landesfeuerwehrverband auch umgestürzte Bäume beseitigt werden. Seit den frühen Morgenstunden ging die Zahl der Notrufe aber zurück, am Nachmittag kamen keine neuen Alarmierungen mehr hinzu.

Pfadfinderlager evakuiert, Pferde aus Reitstall gerettet

Ein Hotspot im Bezirk Leibnitz war die Gemeinde Heimschuh, wo die großflächigen Überflutungen den Einsatz von gleichzeitig zwölf Feuerwehren notwendig machten. Eine Ölmühle stand einen Meter unter Wasser, dort ging der Pegelstand im Laufe des Tages aber glücklicherweise zurück.

Insgesamt waren im Bezirk 400 Kräfte eingesetzt. In Leibnitz musste ein Pfadfinderlager evakuiert werden, in Kaindorf an der Sulm wurden die Wochenendhäuser am Sulmsee evakuiert, in Untergralla mussten die Pferde eines Reitstalls in Sicherheit gebracht werden, zählte Herbert Putz vom Bereichsfeuerwehrverband Leibnitz auf. In St. Johann im Saggautal bereiteten zahlreiche Hangrutschungen Sorge: Hier mussten Bewohner über die Nacht ihre Häuser verlassen. Doch auch hier entspannte sich die Situation laut Landeswarnzentrale, die Pegelstände stagnierten oder waren bereits wieder rückläufig.

Schäden noch nicht abschätzbar

Das gesamte Schadensausmaß der Unwetter könne noch nicht abgeschätzt werden, Tausende Hektar von Getreide- und Gemüsekulturen stünden unter Wasser, hieß es am Sonntagnachmittag vonseiten des für Hochwasserschutz zuständigen Agrarlandesrates Johann Seitinger (ÖVP). Nun sei schnelle Hilfe für die Betroffenen notwendig, erklärte Seitinger. Erntemaschinen könnten zur Rettung der Ernte auf den durchnässten Böden gar nicht eingesetzt werden. Davon seien auch die Obst- und Weinbauern betroffen.

Überschwemmungen auch in Niederösterreich

Die starken Regenfälle in der Nacht führten auch in Niederösterreich zu Überschwemmungen geführt. Nach Angaben des Landesfeuerwehrkommandos trat in der Nacht auf Sonntag in Wolfsthal (Bezirk Bruck an der Leitha) ein Teich über die Ufer und setzte mehrere Häuser unter Wasser. Sieben Feuerwehren mit 65 Einsatzkräften waren mit Auspumparbeiten beschäftigt.

Der erste Notruf hatte die Alarmzentrale der Feuerwehr um 1.50 Uhr erreicht. Eine Anrainerin des Gewässers meldete, dass ihr Schwimmbecken überflutet sei. In den folgenden Minuten gingen weitere Notrufe bei der Feuerwehr ein, den Anrufern zufolge stand das Wasser in ihren Kellern bis zu 75 Zentimeter hoch. Bei der Erkundung durch den Einsatzleiter der Feuerwehr stellte sich heraus, dass ein Löschteich neben dem Sportplatz über die Ufer getreten war.

Das Wasser bahnte sich einen Weg durch kleine Gräben in der Ortschaft, die ebenfalls binnen weniger Minuten überliefen. Die Keller und teilweise Wohnräume von sechs Häusern wurden überflutet.

Auch der Bezirk Baden war vom Starkregen betroffen. So wurden mehrere Keller unter Wasser gesetzt. Betroffen waren 60 Objekte in den Gemeinden Pottendorf, Mitterndorf und Ebreichsdorf. Hier standen bis zu 100 Feuerwehrleute im Einsatz.

Hochwassersituation in Jennersdorf entspannt sich

Unterdessen hat sich die Hochwassersituation im burgenländischen Bezirk Jennersdorf beruhigt. Alle Straßen, die am Samstag noch unter Wasser standen, seien wieder passierbar. Neun Feuerwehren seien aber immer noch im Einsatz um die Pumpstation des Abwasserverbandes in Mogersdorf zu sichern und so das Kanalsystem in Gang zu halten, teilte das Landesfeuerwehrkommando Sonntag früh mit.

Insgesamt waren seit Samstag rund 500 Feuerwehrleute aus dem Bezirk Jennersdorf im Hochwassereinsatz, zog Bezirksfeuerwehrkommandant Günther Bock eine Zwischenbilanz. Besonders betroffen waren der Bezirksvorort, wo der Grieselbach über die Ufer getreten war, und die Ortschaften Mogersdorf und Weichselbaum. Derzeit sehe es gut aus, so Bock. Sollte der Regen wieder deutlich stärker werden, könnte sich die Lage aber erneut zuspitzen. Über den vom Hochwasser verursachten Sachschaden konnten die Einsatzkräfte am Sonntag noch keine Angaben machen.

14.09.2014, 17:59
AG/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum