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09.12.2016 - 03:28
Foto: zeitungsfoto.at

Mutter mit Baby in Hagelsturm im Stich gelassen

08.09.2015, 08:20
Unglaublich klingt jene Geschichte, die Beatrix Mair (33) aus dem Tiroler Zirl berichtet. Die junge Mutter war in ein Hagelunwetter geraten. Eine Böe warf den Kinderwagen um, und die drei Monate alte Jasmin stürzte auf die Straße. Die Mutter legte sich schützend über ihr Kind. Zwei Autofahrer und ein Jogger passierten. "Niemand half!", so die 33-Jährige schockiert.

Das Hagelunwetter am vergangenen Donnerstag in Tirol war völlig überraschend gekommen und hatte im Großraum Innsbruck für einen Millionenschaden gesorgt. Die Schneiderin war mit dem Kinderwagen auf dem Gehweg bei der neuen Umfahrungsstraße in Zirl unterwegs, als das Unwetter einsetzte. "Eine Sturmböe warf den Kinderwagen um und schleuderte Jasmin auf den Boden. Nur Sekunden später begann es zu hageln. Ich bin zu Boden gegangen und habe mich schützend über mein Baby gekauert, fast hingelegt - das müssen auch zwei Autofahrer gesehen haben, die achtlos an mir vorbeifuhren."

"Ein Mann mit Herz!"

Und die schockierte Mutter weiter: "Wenig später sah ich einen Jogger auf mich zulaufen. Ich schrie, schon bevor er auf meiner Höhe war, um Hilfe - doch auch dieser Mann lief an mir vorbei, als wäre nichts geschehen. Mein Mobiltelefon war durch den Starkregen kaputt geworden, ich konnte nicht Alarm schlagen. Minuten später hielt ein Autofahrer an: in einem dunkelgrauen VW Golf der Dreierreihe. Er brachte uns nach Hause. In meiner Aufregung habe ich nicht gefragt, wie er heißt, und konnte mich nicht bedanken. Vielleicht meldet er sich nach diesem Bericht - ein Mann mit Herz!"

"Was muss passieren, damit geholfen wird?"

Die junge Mutter fuhr mit ihrem Baby, das "eine sichtbare Beule auf dem Kopf hatte und schon blau angelaufen war", in die Klinik Innsbruck. Dort wurde das Kind zur Beobachtung über Nacht stationär aufgenommen, die Mutter blieb beim Kind: "Die Ärzte stellten eine leichte Unterkühlung fest. Zum Glück war keine Gehirnblutung aufgetreten." Mair ist auch Tage nach dem Vorfall noch "entsetzt und geschockt". Sie klagt an: "Was muss denn noch passieren, dass einem sofort geholfen wird?"

08.09.2015, 08:20
Günther Krauthackl, Kronen Zeitung/red
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