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09.12.2016 - 05:18
Foto: APA/FOTOKERSCHI.AT/WERNER KERSCHBAUMMAYR

Mutter erschlagen: Streit um Wollmützen als Motiv

14.04.2015, 15:55
Der Auslöser dafür, dass eine 62-jährige Frau am Montagnachmittag in Steyr in Oberösterreich mit einem Stein erschlagen wurde, war ein Streit um Wollmützen mit ihrem 34-jährigen Sohn. Das gab der Tatverdächtige in einer Vernehmung an, wie die Staatsanwaltschaft Steyr am Dienstag mitteilte.
Der Beschäftigungslose war nach der Tat selbst zur Staatsanwaltschaft gegangen und hatte dort ein Geständnis abgelegt, dass er seine Mutter mit einem Stein erschlagen habe.  "Stimmen haben das angeordnet", sagte er laut dem Sprecher der Staatsanwaltschaft Steyr, Guido Mairunteregg. Der Sohn wurde gleich im Gerichtsgebäude festgenommen. In der Vernehmung danach berichtete er, dass es seit Jahren Auseinandersetzungen mit seiner Mutter gegeben habe: Sie habe ihn seiner Meinung nach bevormundet und bestohlen. Zuletzt meinte er, sie habe ihm zwei Wollmützen weggenommen. Nach diesem Streit, für den es keine Zeugen gibt, war die 62- Jährige tot.

Sohn gestand Vater die Tat

Ihr gleichaltriger Ehemann sagte später bei der Polizei aus, sein Sohn habe ihm daheim in einem Gespräch erklärt, er habe die Mutter geschlagen. Der Vater habe ihm gesagt, wenn das wahr sei, müsse er das Haus verlassen. Das tat der 34- Jährige. Der Vater ging ihm nach und fand im Garten eine Decke. Darunter lag die Leiche seiner Frau. Er alarmierte die Polizei, diese leitete eine Fahndung ein. Ein Beamter sah den Gesuchten kurz danach, als er das Gebäude des Landesgerichtes betrat.

Dort gelang es dem 34- Jährigen, die Personenkontrolle zu passieren, weil er keine Waffe bei sich trug und sich unauffällig benahm. Er ging schnurstracks zu einem Staatsanwalt und sprach ihn an. Der Verdächtige wurde nach seinem Geständnis festgenommen. Am Mittwoch dürfte die Untersuchungshaft über ihn verhängt werden, kündigte Mairunteregg an.

Gutachten über Zurechnungsfähigkeit wird eingeholt

Der Verdächtige sei bisher unbescholten. Die Ermittlungen ergaben aber, dass er in psychiatrischer Behandlung gewesen sei. Die Krankengeschichten wurden angefordert, auch ein Gutachten über die Zurechnungsfähigkeit des 34- Jährigen soll eingeholt werden. Dabei sei eine Verzögerung zu erwarten, sagte der Staatsanwalt: Er und der Verteidiger haben die Möglichkeit von Einwendungen gegen die Sachverständigen- Auswahl. Der Beschuldigte habe außerdem Anspruch auf Verfahrenshilfe. Bis diese beigestellt wird, könnten noch einige Tage vergehen.

Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Obduktion der Toten an. An ihrem Kopf wurden Schläge mit einem Stein und einer Axt festgestellt. Beide Gegenstände wurden neben der Leiche entdeckt. Das für Mittwoch erwartete Gutachten soll die Todesursache klären.

14.04.2015, 15:55
AG/red
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