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05.12.2016 - 14:47
Foto: APA/Herbert P. Oczeret, Stefanie Starz, Steven Kalch

Mutter erhebt schwere Vorwürfe gegen Wiener Disco

02.04.2015, 10:28
Schwere Vorwürfe erhebt eine Mutter gegen die Wiener Diskothek Praterdome: "Meiner Tochter wurden K.-o.-Tropfen verabreicht - und niemand half ihr!", so die empörte Wienerin. Ganz im Gegenteil: Sowohl die Türsteher als auch eine Reinigungskraft sollen dem hilflosen Mädchen sogar noch Geld abgeknöpft haben. Klubmanager Holger Pfister kann sich ein solches Verhalten nicht vorstellen: "Das entspricht nicht unserer Philosophie."

Zu dem Vorfall kam es am vergangenen Wochenende in der Nacht auf Sonntag: Melanie M. ging mit zwei Freundinnen aus, die Mädchen zog es in den Praterdome. Gegen 1 Uhr wurde der 18- Jährigen - die beteuert, nicht betrunken gewesen zu sein - von einer Sekunde auf die andere schlecht. "Ich hatte noch einen Schluck von meinem Wodka Orange genommen, danach wurde mir wahnsinnig übel", so die Jugendliche gegenüber krone.at. Was danach passierte, weiß die 18- Jährige nur von Erzählungen ihrer Freundinnen. Demnach kippte das Mädchen mehrmals von ihrem Sessel, wurde sogar kurz bewusstlos, ehe sie sich auf der Toilette übergab und dort zusammenbrach.

Reinigungskraft verlangte 15 Euro

In Panik lief eine Freundin des Mädchens zu den Security- Mitarbeitern, die beim Klub- Eingang standen, und bat um Hilfe. "Die Männer meinten, sie kommen nur mit rein, wenn sie ihnen acht Euro pro Person zahlt", so Mutter Renate M. fassungslos. Die Jugendliche willigte ein, woraufhin die Türsteher die 18- Jährige wenigstens aus der Toilette trugen. Bevor Melanie das Lokal verlassen durfte, musste sie neben ihrer Getränkerechnung - sie hatte lediglich zwei alkoholische Getränke konsumiert - auch die versprochene Summe an die Securities zahlen. Doch damit nicht genug: Eine Mitarbeiterin soll für die Reinigung der Toilette noch zusätzlich 15 Euro verlangt haben.

"Alle haben es gesehen, aber niemand tat was"

"Wie ist es möglich, dass es in so einer großen Diskothek niemanden gibt, der sich darum kümmert, wenn es jemandem schlecht geht? Alle haben es gesehen, aber niemand tat was", so die Mutter. Klubmanager Pfister könne ein solches Verhalten seiner Mitarbeiter zwar "nicht ausschließen", glaubt aber dennoch nicht, dass niemand geholfen hat. "Wir haben sechs bis acht Mann vor der Türe, die sind alle extrem geschult. Unsere Leute bringen Mädchen sogar bis zum Auto, damit sie sicher nach Hause kommen", so der Manager. Über den Vorwurf, eine Reinigungskraft hätte 15 Euro kassiert, kann Pfister sogar nur schmunzeln: "Das war sicher nicht der Fall. Da würde eine Putzfrau pro Abend ja 1.000 Euro verdienen."

Mädchen hat neunstündigen Blackout

Zum Lachen findet Renate M. den Vorfall jedenfalls nicht - auch wenn es Melanie heute wieder gut geht. Die Mutter hatte die 18- Jährige, die sich an neun Stunden des Abends nicht erinnern kann, in der Nacht abgeholt und nach Hause gebracht. Daran, dass ihre Tochter einfach zu viel getrunken haben könnte, glaubt die Mutter keineswegs.

02.04.2015, 10:28
csb
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