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04.12.2016 - 12:22
Foto: Interpol

Mohamed M. in Türkei entlassen und untergetaucht

24.09.2014, 22:11
Der Austro-Islamist Mohamed M. ist untergetaucht. Nachdem er Mitte August in der Türkei aus dem Gefängnis entlassen wurde, kennen die Behörden den Aufenthaltort des Mannes, der als einer der schlimmsten Hetzer der salafistischen Szene gilt, derzeit nicht, bestätigte am Mittwochnachmittag das Innenministerium.

Zuletzt hatte ein im Internet veröffentlichtes Video von Mohamed M., der sich nun Abu Usama al- Gharib nennt, bereits für Spekulationen über seine Freilassung gesorgt. Darin erhob der Austro- Islamist einmal mehr seine Stimme, rief zum "Weg aus der Erniedrigung" auf, den es ohne Gewalt nicht geben werde. Auch in sozialen Netzwerken soll Mohamed M. zuletzt immer wieder aktiv gewesen sein.

Laut "Spiegel Online" wurde Mohamed M. am 19. August aus dem Gefängnis entlassen, in dem er seit März 2013 eingesessen hatte, nachdem er wegen eines gefälschten Reisedokuments verhaftet worden war. Er sei nach Erreichen der gesetzlichen Maximalhaftdauer freigelassen und in einem Hotel untergebracht worden und hätte sich regelmäßig bei der Polizei melden müssen. Doch das tat Mohamed M. offenbar nicht - und tauchte unter. Wo er sich derzeit aufhält, ist den Behörden nicht bekannt.

In Österreich vierjährige Haftstrafe wegen Drohvideos verbüßt

Im April wurde die beantragte Auslieferung nach Österreich von den türkischen Behörden aufgrund einer fehlenden Anklage abgelehnt. In Österreich wird dem Austro- Islamisten, der vor laufender Kamera einst seinen österreichischen Reisepass verbrannte, "Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung" vorgeworfen.

Der gebürtige Ägypter war bereits im März 2008 - und nach Aufhebung des Urteils wegen eines Formfehlers erneut im Februar 2009 - unter anderem wegen Drohvideos gegen Österreich und Deutschland verurteilt worden und verbüßte eine vierjährige Haftstrafe.

Wirbt er bald für die Terrormiliz IS?

Als Mohamed M. in der Türkei inhaftiert wurde, dürfte er auf dem Weg nach Syrien gewesen sein, um für den Dschihad zu werben. Ob er diesen Weg nun fortgesetzt hat, wird die Welt wohl spätestens wissen, wenn er sich in einer neuen Videobotschaft zu Wort meldet und womöglich für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) wirbt.

24.09.2014, 22:11
red/AG
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