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19.02.2017 - 17:34
Foto: APA/BFKDO ST. PÖLTEN, Rainer Handlfinger, krone.at-Grafik

Millionenschaden durch Hochwasser und Schlamm

17.05.2014, 20:52
Sie ist so schnell gegangen, wie sie gekommen war. Nach sintflutartigen Regenfällen, die weite Teile des Alpenvorlandes unter Wasser setzten, werden die Auswirkungen der Naturkatastrophe sichtbar. Hunderte Familien stehen vor dem Nichts. Die Aufräumarbeiten laufen auf Hochtouren. Im Bezirk Krems starb ein Altbauer in der Senkgrube des Hofes.

Fassungslosigkeit im Bezirk Krems: Johann E., ein beliebter Landwirt und lang dienender Feuerwehrkommandant, wurde am Freitagabend auf tragische Weise aus dem Leben gerissen. Der 80- Jährige zog sich die Gummistiefel an und versuchte, trotz seiner Gehbehinderung über den unbeleuchteten Wirtschaftshof zur Sickergrube - die wegen des Dauerregens überging - zu gelangen. Doch E. stolperte über einen Holzpfosten und stürzte kopfüber in die Jauchegrube. Er hatte keine Überlebenschance.

Dramatische Szenen dann Samstagmittag am Handelskai in Wien. Dort war durch die Fluten ein Kreuzfahrtschiff in Turbulenzen geraten. Die Besatzung hatte alle Mühe, das Wassergefährt anzuleinen - erst nach mehr als einer Stunde gelang es einem Besatzungsmitglied, über eine Leiter an Land zu gelangen und alles sicher zu vertäuen.

Aufräumarbeiten laufen auf Hochtouren

Inzwischen laufen die Aufräumarbeiten im Alpenvorland auf Hochtouren, der durch das Hochwasser angerichtete Schaden dürfte in die Millionen gehen. Auf Anweisung von Niederösterreichs Landeschef Erwin Pröll rückten schon in den frühen Morgenstunden mehr als 250 Straßenarbeiter aus, um den traumatisierten Menschen im Pielach- und Traisental bei der Beseitigung von Schlamm und Geröll zu helfen. Ebenso wurden die Straßenmeistereien bei den Reinigungsarbeiten unterstützt. Zahlreiche Straßen wurden wieder für den Verkehr freigegeben.

Im Burgenland konnten am Samstag ebenso viele Feuerwehren bereits mit den Aufräumarbeiten beginnen. Vor allem die Feuerwehren im Bezirk Oberpullendorf hatten alle Hände voll zu tun. Die Stadtfeuerwehr klagte in einer Aussendung über "sehr viele Schaulustige, die die Arbeit behindert haben", bedankte sich allerdings auch bei den "vielen freiwilligen Helfern, die bei einer Katastrophe selbstlos anderen helfen wollten".

Auch in der Steiermark beruhigte sich die Lage nach dem Sturm und den heftigen Niederschlägen am Samstag weitgehend. Die Feuerwehren waren nur noch vereinzelt im Einsatz. Die Ennstalbundesstraße konnte kurz nach Mittag wieder in beide Richtungen für den Verkehr freigegeben werden. Von Entwarnung wollten die Einsatzkräfte aber noch nicht sprechen, denn die Gefahr von Muren blieb vorerst aufrecht.

17.05.2014, 20:52
Mark Perry und Lukas Lusetzky, Kronen Zeitung/AG/red
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