Werbung
Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
03.12.2016 - 06:20
Das Landesgericht für Strafsachen in Graz
Foto: JÜRGEN RADSPIELER

Mann zwang Mädchen via Web zu freizügigen Fotos

02.12.2014, 12:51
Ein Steirer ist am Dienstag im Grazer Straflandesgericht nicht rechtskräftig zu 28 Monaten unbedingter Haft verurteilt worden, weil er zahlreiche Mädchen zu freizügigen Fotos genötigt haben soll. Die Opfer hatte er auf einer Kontakt-Plattform im Internet kennengelernt. Das psychiatrische Gutachten bescheinigt dem Mann eine "Störung der Sexualpräferenz", daher wurde eine Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher verfügt.

Der Fall wurde bereits zum zweiten Mal verhandelt, vor ungefähr einem Jahr war der 31- Jährige zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Ein Teil der Schuldsprüche wurde aber aufgehoben, und so musste nun ein zweiter Prozess durchgeführt werden. Diesmal aber ohne Zeugen, da der Angeklagte in allen Punkten geständig war. Er hatte die teilweise erst zwölf Jahre alten Mädchen über eine Kontaktplattform im Internet kennengelernt, und sie hatten ihm - ganz freiwillig zunächst - Fotos von sich in Unterwäsche geschickt.

Der Steirer drohte dann, diese samt der Telefonnummern der Jugendlichen zu veröffentlichen, sofern sie ihm nicht weitere Bilder schicken würden. Diesmal aber mit eindeutig sexuellen Handlungen, die er ihnen genau vorschrieb. Ein paar taten das auch, bei den meisten Opfern blieb es aber beim Nötigungsversuch.

"Habe kein einziges Foto hochgeladen"

"Er ist ein Voyeur, aber nur über das Internet, nicht einmal telefonisch", lautete der etwas zweifelhafte Verteidigungsversuch des Anwalts. Er betonte, sein Mandant habe keinesfalls "die Mädchen in ihrer Ehre" verletzen, sondern einfach nur neue Fotos haben wollen. "Ich habe aber kein einziges Foto hochgeladen", verteidigte sich der Beschuldigte, dem der psychiatrische Gutachter Manfred Waltzl nach wie vor eine Störung der Sexualpräferenz bescheinigte, die am besten in einer Anstalt therapiert werden sollte.

Der Schöffensenat entschied wesentlich milder als beim ersten Mal und möchte es bei einer unbedingten Haft von 28 Monaten belassen. Der Angeklagte nahm sofort an, doch dem Staatsanwalt war das zu wenig, er kündigte Berufung an. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

02.12.2014, 12:51
AG/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum