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03.12.2016 - 04:47
Foto: APA/ROLAND SCHLAGER, thinkstockphotos.de

"Lugner bot uns Geld für Unterstützungsstimmen"

11.02.2016, 16:55

Die inszenierte blitzweiße First- Couple- Idylle der Lugners wird jetzt durch einen Vorwurf aus der ÖVP etwas beschädigt: Richard Lugner, der "gegen den Politsumpf antreten will" (Zitat), soll der ÖVP Geld geboten haben - falls ÖVP- Bezirksfunktionäre für ihn die nötigen Unterstützungsstimmen sammeln. Dazu Lugner: "Ich kann mich daran nicht erinnern. Aber das ist ja auch nicht verboten."

Vor einem kunterbunten Kasperl- Plakat sitzend, polterte Richard Lugner bei seinem Wahlkampfauftakt am Donnerstag - wie auch die "Krone" berichtete  - gegen die gesamte Polit- Konkurrenz los: So drohte der Baumeister gleich der gesamten Bundesregierung ihre Entlassung an, falls sie "nicht spurt". Und der 83- jährige Shoppingcenter- König stellte dann an der Seite seiner von den Journalistenfragen sichtlich genervten blonden deutschen Manga- Prinzessin auch klar: "Der Bundespräsident soll nicht aus dem politischen Sumpf kommen."

Video: So skurril startet Lugner in seinen Wahlkampf

Video: krone.tv

"Unmoralisches Angebot" im Wahlkampf 1998?

Offenbar war das Ausmaß der Provokation etwas zu hoch dosiert - denn die "Krone" erhielt zu Lugners Auftritt prompt einen Anruf aus der ÖVP: "Der Herr Lugner soll bitte nicht den Heiligen spielen. Der hat uns damals, bei seinem ersten Bundespräsidentenwahlkampf im Februar 1998, ein recht unmoralisches Angebot gemacht."

Und zwar: Lugner habe im Büro eines bedeutenden ÖVP- Funktionärs versprochen, wenn ÖVP- Bezirkspolitiker die für sein Antreten nötigen Unterstützungsstimmen sammeln, werde er für den Aufwand aufkommen. "Ich lehnte dankend ab - so etwas machen wir natürlich nicht. Auch wenn wir damals noch gar keinen eigenen Kandidaten vorgestellt hatten", sagte der ÖVP- Funktionär, der damals mit Richard Lugner gesprochen habe.

Lugner: "Glaube nicht, dass ich damals bei der ÖVP war"

Der mit dem Wahlkampfstart etwas gestresste Shoppingcenter- Besitzer kontert im "Krone"- Gespräch auf den Vorwurf: "Ich glaube nicht, dass ich damals bei der ÖVP war. Aber das ist schon lange her, da kann ich mich nicht mehr daran erinnern."

Und auf die Frage, ob jetzt in diesem Wahlkampf erneut für das Sammeln von Unterstützungserklärungen bezahlt werde, sagt Lugner: "Das ist ja nicht so einfach, 6000 Unterstützungsstimmen zu bekommen - die Wahlkampfhelfer, die für uns was machen, tun das nicht umsonst. Da gibt's eine Prämie für jede Unterstützungserklärung. Aber das ist ja nicht verboten."

Fotos von Lugners Pressekonferenz am Donnerstag:

11.02.2016, 16:55
Richard Schmitt, Kronen Zeitung
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