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24.05.2017 - 14:48
Foto: APA/BERGRETTUNG SALZBURG (Symbolbild)

Lawinenabgänge in Tirol: Drei Menschen verschüttet

28.12.2013, 10:57
Bei Lawinenabgängen in Tirol sind am Freitag drei Menschen verschüttet worden. Alle Opfer wurden gerettet. Wie die Polizei mitteilte, wurde in St. Anton am Arlberg ein Skifahrer im freien Skiraum von einem Schneebrett mitgerissen. In Ischgl ereigneten sich von drei Stunden gleich zwei Lawinenabgänge abseits der Piste.

In St. Anton am Arlberg (Bezirk Landeck) war gegen 10.45 Uhr ein niederländischer Urlauber (29) im Bereich Gampberg in den freien Skiraum eingefahren. In dem rund 40 Grad steilen Hang löste sich ein etwa 80 Meter breites Schneebrett und riss den Skifahrer mit sich. Ein Snowboarder, der den Lawinenabgang beobachtet hatte, sah die Beine des Niederländers aus den Schneemassen ragen, fuhr zum Lawinenkegel ab und befreite den 29- Jährigen innerhalb kurzer Zeit. Der Mann erlitt eine Verletzung am Knie.

In Ischgl (ebenfalls Bezirk Landeck) war die erste Lawine im Bereich des Skigebietes Silvretta Arena abseits der Skipiste Nummer 38 gegen 11.15 Uhr abgegangen. Ein 21- jähriger Snowboarder aus den Niederlanden war mit seinen Brüdern in den freien Skiraum gefahren und löste das Schneebrett aus, als er zu Fuß zurück zur Piste stapfte. Der 21- Jährige wurde mitgerissen und bis zur Hüfte verschüttet. Er blieb unverletzt und konnte sich selbst befreien. Seine Brüder wurden nicht erfasst.

Drei Stunden später löste ein dänischer Urlauber (34) ebenfalls im Bereich des Skigebietes Silvretta Arena bei der Abfahrt im freien Skiraum in einer Höhe von rund 2.600 Metern ein etwa 30 Meter breites Schneebrett aus. Der Skifahrer wurde rund 40 Meter mitgerissen und oberflächlich zur Gänze verschüttet. Er wurde von seinen Begleitern mit Lawinensuchgeräten geortet und nach rund fünf Minuten befreit. Der Urlauber erlitt eine leichte Unterkühlung, blieb sonst aber unverletzt.

Lawinensituation weiter heikel

Die Experten des Landes warnten am Samstag erneut vor der heiklen Lawinensituation in Tirol. Gebietsweise gelte nach wie vor die Stufe 3 der fünfteiligen Skala. Vor allem frische Triebschneeansammlungen könnten immer noch durch geringe Zusatzbelastung als Lawine ausgelöst werden. Dazu reiche schon das Gewicht eines einzelnen Wintersportlers.

Gefahrenstellen lagen in Triebschneehängen und im kammnahen Gelände aller Expositionen. Im Tagesverlauf könnten sich zudem ständig neue, störanfällige Triebschneeansammlungen bilden. In den besonders neuschneereichen Gebieten in Osttirol und den südlichen Ötztaler und Stubaier Alpen müsse auch vereinzelt mit Selbstauslösungen von Lockerschnee- und Gleitschneelawinen gerechnet werden. Mit Neuschnee und Wind werde es auch in den kommenden Tagen keine rasche Entspannung geben, hieß es.

28.12.2013, 10:57
AG/red
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