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02.12.2016 - 19:15
Die ehemaligen Hypo-Vorstände Günter Striedinger (li.) und Wolfgang Kulterer (re.)
Foto: APA/GERT EGGENBERGER

Kulterer soll sich auch selbst bereichert haben

10.07.2014, 08:56
Neuer schwerer Verdacht gegen Wolfgang Kulterer und Günter Striedinger: Die beiden ehemaligen Hypo-Vorstände sollen sich auch persönlich bereichert haben. Sie sollen Hypo-Kredite an Firmen vergeben haben, hinter denen sie über Strohmänner selbst standen. Liefen die Firmen gut, wurden die Gewinne geteilt, gingen die Geschäfte schlecht, hatte die Hypo das Risiko zu tragen.

Wie Ö1 am Donnerstag berichtete, gehe dies aus dem nun vorliegenden Abschlussbericht der SOKO Hypo hervor, aus dem bereits am vergangenen Donnerstag durchgesickert war, dass er festhält, Österreich sei von der Bayerischen Landesbank "regelrecht abgezockt" worden (siehe Infobox). Laut dem Radiosender bestehe nun aber zudem erstmals der Verdacht, dass sich die ehemaligen Hypo- Vorstände auch persönlich bereichert hätten, so Hypo- Anwalt Johannes Zink im "Morgenjournal" .

20 Millionen Euro für Kulterer und Striedinger?

Der Trick habe so funktioniert: Über Strohmänner und Briefkastenfirmen seien in bisher zwei ermittelten Fällen verschachtelte Firmenkonstrukte aufgebaut worden, hinter denen im Endeffekt Kulterer und Striedinger selbst gestanden seien. An diese Firmen seien über die Hypo Kredite gegeben worden. Liefen die Geschäfte gut, seien der Hypo- Kredit zurückgezahlt und der Gewinn geteilt worden, lief es schlecht, habe die Hypo das volle Risiko getragen. Wurden diese Firmen dann an die Hypo- Tochter Hypo Consultants verkauft, konnten sich Kulterer und Striedinger zudem über den Erlös aus dem Verkauf freuen.

Wie hoch der Schaden für die Bank durch die Geschäfte war, geht aus dem Bericht nicht hervor. Laut dem Nachrichtenmagazin "News" sollen Kulterer und Striedinger 20 Millionen Euro eingesteckt haben.

Kulterers Anwalt Ferdinand Lanker schließt laut Ö1 aus, dass sich sein Mandant selbst bereichert habe. Auch Striedingers Anwalt Norbert Wess seien die Vorwürfe neu, und man könne erst etwas dazu sagen, wenn der Ermittlungsakt vorliege.

Kulterer und Schmiedinger befinden sich derzeit in Haft. Sie wurden in anderen Hypo- Causen bereits rechtskräftig zu 6,5 (Kulterer) und vier Jahren Haft verurteilt.

10.07.2014, 08:56
red
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