Werbung
Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
08.12.2016 - 11:38
In diesem Bereich der Koralm soll ein Speichersee entstehen: Die 380-KV-Leitung führt darüber.
Foto: Rendering/Koralmkraft

Koralm- Kraftwerk bleibt UVP- Prüfung erspart

20.05.2016, 07:46

Baukosten von einer Milliarde Euro, 960 Megawatt Leistung, zwei große Speicherseen, eine Höhle für die Turbine, hoch wie der Stephansdom: Die Dimension des geplanten Pumpspeicherkraftwerks auf der Koralm in der Steiermark ist riesig. Dennoch ist keine umfassende Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig!

Eines Tages könnte es soweit sein: ein großflächiger Stromausfall, nichts geht mehr. "Ein Pumpspeicherkraftwerk kann das System wieder hochfahren. Unser Kraftwerk könnte für acht bis neun Stunden fast das ganze Bundesland versorgen, es wäre also die größte Batterie der Steiermark", sagt Projektsprecher Thomas Stelzl zur "Krone".

Zeitfenster ohne Schutzstatus

Noch besteht das Kraftwerk aber nur auf dem Papier. Die Planungen laufen seit einigen Jahren. Mit einem am Mittwoch ausgestellten Bescheid ist man der Realisierung aber ein großes Stück näher gerückt: Laut Landes- Fachabteilung ist, im Gegensatz zu einem Bescheid vor drei Jahren, doch keine Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig!

Wie ist das möglich? Seit kurzem ist die Gegend kein Landschaftsschutzgebiet mehr - wegen der hier verlaufenden 380- kV- Stromleitung. Eine geplante Ausweisung als Natura- 2000- Gebiet ist noch nicht durchgeführt. Es gibt also gerade ein Zeitfenster ohne Schutzstatus. Davon profitiert die Kraftwerksgesellschaft.

"Containerstadt für etwa 1000 Arbeiter"

Einzelne Genehmigungen (Natur, Wasser, Forst, Energie) sind natürlich dennoch einzuholen. Sie wurden teils bereits beantragt. "Das sind ebenso hochkomplexe Verfahren", sieht Umweltanwältin Ute Pöllinger noch keinen Grund für Euphorie bei den Projektwerbern.

Bis die Bagger auffahren, wird es also noch einige Zeit dauern - und auch dann ist Geduld gefragt. Die Bauzeit beträgt mehr als fünf Jahre! "Wir müssen eine Containerstadt für etwa 1000 Arbeiter errichten", sagt Stelzl. Bei diesem Projekt scheint alles gigantisch zu sein…

20.05.2016, 07:46
Jakob Traby, Kronen Zeitung
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum