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10.12.2016 - 14:50
Foto: APA/GEORG HOCHMUTH, APA/HERBERT NEUBAUER, krone.at-Grafik

Klug warnt: "Heer ist so nicht mehr finanzierbar"

27.02.2014, 15:30
Dramatische Worte und Krisenstimmung bei der Kommandantenbesprechung in Graz: Verteidigungsminister Gerald Klug legte seine Einsparpläne auf den Tisch - er streicht selbst wichtige Manöver zusammen und storniert den Ankauf von drei weiteren "Black Hawk"-Helikoptern. "Wir sind am Boden des Fasses angelangt", meinte der Verteidigungsminister am Donnerstag mit ernster Miene.

"Investitionen sind nicht mehr über Rücklagen zu finanzieren", erklärte Minister Klug die harten Sparmaßnahmen vor 50 Kommandanten - das Heeresbudget ist bekanntlich um 42,5 Millionen Euro gekürzt worden. Klug warnt: "Die Leistungsfähigkeit einer Armee ist direkt von ihrem Budget abhängig. Fakt ist: Die Armee ist mit dem künftigen Budget nicht finanzierbar."

Das Bundesheer müsse reformiert werden und sich laut Klug auf die "einsatzwahrscheinlichsten Aufgaben" konzentrieren - somit sollen nach der Spitze der Bundesregierung offenbar auch die Soldaten situationselastisch reagieren.

Übung reduziert, "Dingos" und "Black Hawks" nun zu teuer

Die Details zum Sparbefehl: Ersatzteillager und Treibstoffvorräte der Luftwaffe werden verringert, die eigentlich nötige Beschaffung von drei neuen "Black Hawk"- Hubschraubern (90 Millionen Euro) und 36 "Dingo"- Panzerfahrzeugen ist nicht zu finanzieren, Hunderte ältere Geländefahrzeuge werden nicht mehr repariert - und die Großübung "Schutz/Amadeus 2014" wird um 25 Prozent reduziert.

Wo aber nicht gespart wird: Die letzte Rate des Eurofighter- Ankaufs (240 Millionen Euro) ist 2014 zu überweisen. Und die noch immer nötige Ausbildung der Wehrpflichtigen kostet allein heuer 30 Millionen Euro.

27.02.2014, 15:30
Richard Schmitt, Kronen Zeitung/red
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