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08.12.2016 - 15:22
Das Quartett bestieg die Martinswand zunächst gemeinsam (rot). Danach teilte sich die Gruppe auf.
Foto: Christof Birbaumer, APA/EXPA/JOHANN GRODER

Kletterer in Not hielten Bergretter auf Trab

26.08.2015, 07:17
Mühsame Bergrettungseinsätze nach Notrufen in der Nacht auf Dienstag in den Tiroler Gemeindegebieten Zirl, Scheffau und Kirchdorf: Zwei Tiroler schätzten den "Kaiser-Max-Klettersteig" in der Martinswand sowie ihre Kräfte völlig falsch ein. Auch vier Deutsche - ein Geschwisterpaar sowie Vater und Sohn - gerieten in Bergnot, als sie sich im Kaisergebirge verstiegen. Alle konnten gerettet werden.
Rettungseinsatz 1, Martinswand: Eine vierköpfige Gruppe - die Mitglieder sind zwischen 19 und 45 Jahre alt - stieg gegen 19.15 Uhr in die Wand ein. Während zwei Männer nach dem ersten Abschnitt den Klettersteig verließen und über den Normalweg ins Tal abstiegen, kletterten eine 24- jährige Frau und ein 22 Jahre alter Mann weiter. Im Bereich der "Nische" des zweiten Teiles kamen sie nicht mehr weiter und setzten einen Notruf ab.

"Situation total unterschätzt"

"Als wir gegen 21 Uhr alarmiert wurden, waren wir in der 'Kranebitter Klamm', um eine Frau zu bergen. Die halbe Mannschaft rückte ab und machte sich auf den Weg zur Martinswand", schilderte Bruno Berloffa, Einsatzleiter der Bergrettung Innsbruck. Und weiter: "Als wir zu ihnen gelangten, waren sie mit ihren Kräften am Ende und durch die Dunkelheit auch verängstigt." Das Duo hatte zum ersten Mal diesen zweiten Sektor bestiegen und kannte die Route sowie den Schwierigkeitsgrad nicht. "Sie hatten die Situation total unterschätzt", so der Bergrettungschef. Die Frau und der Mann blieben unverletzt und konnten gegen Mitternacht ins Tal gebracht werden.

"Man kann von Glück sprechen, dass ihnen nichts passiert ist. Trotz Dunkelheit hatten sie keine Stirnlampen bei sich und einer trug keinen Helm. Wer sich bei derart starkem Föhnsturm und noch dazu am Abend ohne eine vollständige Kletterausrüstung auf diesen schwierigen Klettersteig wagt, ist mehr als gefährdet", betonte der Einsatzleiter.

Rettungseinsatz 2, Kaisergebirge: Bei der Klettertour "Südostkante" an der westlichen "Hochgrubachspitze" im Gemeindegebiet von Kirchdorf verstiegen sich beim Abstieg ein 54- jähriger Deutscher und sein 29- jähriger Sohn und setzten um 22 Uhr erfolgreich einen Notruf ab. Die Bergrettung St. Johann stieg auf, musste die Aktion aber gegen 3 Uhr früh abbrechen. Um 5 Uhr starteten die Retter einen erneuten, diesmal erfolgreichen Rettungsversuch, um 10.15 Uhr wurde das Duo schließlich geborgen. Erst um 14.15 Uhr war die Rettungsaktion dann beendet.

Rettungseinsatz 3, Kaisergebirge: Auch in Scheffau gerieten zwei deutsche Geschwister im Alter von 23 und 26 Jahren beim Abstieg über den Jubiläumssteig im Kaisergebirge in Bergnot. Sie konnten aber noch am frühen Abend vom Polizeihubschrauber geborgen und von der Bergrettung Scheffau sicher ins Tal begleitet werden.

26.08.2015, 07:17
Jasmin Steiner, Kronen Zeitung/red
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