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02.12.2016 - 20:20
Foto: dpa/Uli Deck (Symbolbild)

Kindergärtner verzockte Beute in Spielcasinos

08.03.2014, 10:29
Binnen 30 Sekunden räumte er eine Bank aus, acht Stunden lang war er auf der Flucht, jetzt sitzt er in U-Haft: Nach erfolgreicher Fahndung konnte die Polizei in Kärnten einen Kindergärtner als Bankräuber festnehmen. Im Kripo-Verhör gestand der 33-Jährige zwei weitere Überfälle. Das Motiv: Spielsucht.

Den ersten Überfall hatte er bereits im November 2012 auf eine Bankfiliale in Krumpendorf begangen. Danach soll er - nach eigenen Angaben - innerhalb von nur zwei Tagen die Beute verspielt haben. Im Februar 2014 versuchte der 33- Jährige erneut, eine Bank in der Klagenfurter Radetzkystraße auszurauben. Mit einem Revolver bewaffnet lauerte er damals der Angestellten auf und drängte sie in die Filiale. "Er hat es sich dann jedoch anders überlegt und ist davongelaufen", schildert ein Kripo- Beamter. Der Maskierte entkam ohne Beute.

Nach dem erfolglosen Coup wollte es der 33- Jährige am Donnerstag dann noch einmal wissen. Er stürmte hektisch in die Bankfiliale in Klagenfurt und rief mit dem Revolver in der Hand: "Überfall! Geld her, aber sofort!"

Beute in Wettcafés verspielt

Auch diesmal gelang es dem Täter, zu entwischen. Während Kriminalbeamte fieberhaft nach dem Räuber suchten, setzte sich der 33- Jährige in Klagenfurter Wettcafés und verspielte dort einen Teil der Beute. "Zeugen hatten den Verdächtigen beobachtet, wie er sich in einem öffentlichen Gebäude nahe dem Tatort umgezogen hat", schildert Oberst Christian Martinz.

Nach Veröffentlichung von Fahndungsbildern kam dann der entscheidende Hinweis: Ein Zeuge hatte den Räuber erkannt – wusste sogar, wo er wohnt. Als der Verdächtige, ein ausgebildeter, aber arbeitsloser Kindergärtner, acht Stunden nach dem Überfall in sein Haus im Osten Klagenfurts zurückkehrte, wurde er von den Beamten bereits erwartet: Festnahme!

Spielzeugrevolver als Tatwaffe

Ermittler konnten einen Spielzeugrevolver als Tatwaffe sowie Teile der Beute sicherstellen. Ermittlungen, ob es Beteiligungen an weiteren Überfällen gibt, laufen. 70.000 Euro soll der Mann darüber hinaus in den vergangenen Monaten auch Bekannten herausgelockt haben - angeblich für "Aktien- Deals mit 20 bis 30 Prozent Rendite". Statt in Aktien, floss das Geld allerdings in Spielautomaten...

08.03.2014, 10:29
Thomas Leitner und Hannes Wallner, Kronen Zeitung/AG/red
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