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04.12.2016 - 17:55
Foto: APA/dpa/Marijan Murat

Kärntner von "Venusfalle" um 100.000 Euro gebracht

10.09.2014, 08:40
Eine Betrugswelle hat das Kärntner Rotlicht-Milieu erfasst. Jetzt trieb eine Prostituierte einen ihrer Freier sogar regelrecht in den Ruin. "Ich bin ein Helfer-Typ", erzählt der Mann, warum er über Monate hinweg immer wieder Geld nach Rumänien geschickt hat. 100.000 Euro sind verloren. Der Ruf ist beschädigt, die "große Liebe" weg.

Die Betrugsmasche mit der vorgespielten Liebe ist so alt wie das Gewerbe selbst. Dennoch versuchen Prostituierte derzeit im Kärntner Rotlicht wieder, ihre Freier mit Tricks um ihr Geld zu bringen. "Aktuell bearbeiten wir zwei Fälle. Es gab in den vergangenen Monaten aber immer wieder solche Vorfälle", bestätigt ein Kripo- Ermittler. Nachsatz: "Leider machen die wenigsten Opfer eine Anzeige bei der Polizei - wohl aus Scham."

"Insgesamt habe ich 100.000 Euro verloren"

Auch das jüngste Opfer hat bislang auf eine Anzeige verzichtet. Weil der Mann vor "Venusfallen" aber warnen möchte, erzählte er der "Krone" die Geschichte. "Wir haben uns in einem Oberkärntner Bordell kennen gelernt. Sie hat mir von ihren Problemen erzählt - ich wollte helfen", schildert der Betrogene.

Und die bildhübsche Rumänin hatte von vielen Problemen zu erzählen: Ihre Mutter brauche eine Herz- OP, hieß es. Der Kärntner zahlte. 60.000 Euro flossen in drei Tranchen nach Rumänien. Für die "Überstellung der kranken Mutter" gab's dann nochmal 8.500 Euro. Die Probleme der 28- Jährigen wurden immer mehr, das Bankkonto des Mittvierzigers immer leerer: "Binnen zwölf Minuten hatte ich einen Kredit. Insgesamt habe ich 100.000 Euro verloren!"

Betrügerinnen drohen Haftstrafen

Es ging so weit, dass der Kärntner nicht einmal mehr etwas zu essen kaufen konnte: "Was kann ich noch tun, außer mit dem Fall abzuschließen und vor solchen Betrügereien zu warnen." In vielen Fällen geht es um schweren gewerbsmäßigen Betrug. Erst kürzlich wurde in einem ähnlich gelagerten Fall eine "Venusfalle" aus Bulgarien zu vier Jahren Haft verurteilt.

10.09.2014, 08:40
Thomas Leitner, Kronen Zeitung
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