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04.12.2016 - 00:30
Innenministeriumssprecher Karl-Heinz Grundböck wurde falsch übersetzt.
Foto: B.M.I., commons.wikimedia.org/Gryffindor

Intrige um "Verhaftung" von slowakischem Politiker

16.06.2016, 17:00

Aufregung um eine vermeintlich brisante Verhaftung in Wien: Laut einem slowakischen "Aufdecker- Journalisten" soll ein Ex- Minister unseres Nachbarlandes mit 2,5 Kilogramm Kokain gefasst worden sein. Nur: Der Fall war erfunden, was Innenministeriumssprecher Karl- Heinz Grundböck dem Reporter auf telefonische Anfrage auch unmissverständlich mitteilte. Im später veröffentlichten Online- Bericht sah die Sache dann aber ganz anders aus.

"Ex- Politiker mit 2,5 Kilo Kokain erwischt!" Zugegeben: Die Meldung wäre wohl für jede Zeitung ein Titelbericht. Sofern die Geschichte auch der Wahrheit entspricht. Aber: "Es gab keine Verhaftung - weder in Wien noch in einem anderen Bundesland. Also habe ich dem Journalisten auf telefonische Anfrage mitgeteilt, dass wir die Meldung nicht bestätigen können", so Grundböck.

Eine Stellungnahme, die dem Möchtegern- Reporter nicht gefallen hat: Er stellte den Bericht dennoch ins Internet - inklusive dem heimlich mitgeschnittenen Telefongespräch. Das war jedoch so falsch übersetzt, dass die frei erfundene Story "untermauert" wurde.

Es dauerte nicht lange, bis der vermeintlich verhaftete slowakische Ex- Minister, der Sozialdemokrat Ján Pociatek - er wurde in der Vergangenheit des Öfteren Opfer von Schmutzkübelkampagnen und hat im Frühjahr sein Amt niedergelegt -, wenig erfreut im heimischen Innenministerium anklopfte. Und eine Erklärung verlangte.

"So etwas habe ich noch nicht erlebt! Allein das heimliche Mitschneiden von Telefongesprächen ist strafbar - in der Slowakei stehen darauf sogar bis zu zwei Jahre Haft. Den Inhalt dann auch noch so zu verdrehen, wie es einem passt, ist ein Skandal", so Grundböck. Das Innenministerium prüft gerade rechtliche Schritte gegen den Falsch- Aufdecker, der von Polit- Experten dem rechten Lager zugeordnet wird.

16.06.2016, 17:00
Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung/red
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