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10.12.2016 - 07:26
Foto: APA/EPA/ANTONIO BAT, APA/EPA/LOUKAS MASTIS

Innenministerium erwartet 70.000 Asylanträge

02.06.2015, 07:19
Die ohnehin schon für heftigen Wirbel sorgende Quartiersuche für Flüchtlinge dürfte in den kommenden Wochen noch schwieriger werden. Der Grund: Das Innenministerium hat seine Prognose für das laufende Jahr weiter nach oben revidiert. Erwartet werden nunmehr rund 70.000 Asylanträge - und damit so viele Flüchtlinge wie seit dem sowjetischen Einmarsch 1968 in die damalige Tschechoslowakei nicht mehr.

Bisher war das Innenressort von etwa 50.000 Anträgen im Jahr 2015 ausgegangen. Doch die steigende Zahl an Ansuchen in den vergangenen Wochen hat die Prognosen nach oben schnellen lassen. Wie das Ministerium bekannt gab, war Österreich auf die Bevölkerungszahl gerechnet im Mai gemeinsam mit Schweden bereits Zielland Nummer eins in Europa.

Alleine im Mai 6.240 Asylanträge

So wurden in Österreich im vergangenen Monat 6.240 Anträge gezählt, alleine vergangene Woche waren es 1.781. In den ersten fünf Monaten 2015 sind damit bereits 20.620 Asylanträge eingetroffen. Was die diesbezügliche Prognose für das gesamte laufende Jahr betrifft, zeigen Statistiken des Innenressorts, die bis 1980 zurückgehen, kein Jahr, in dem es auch nur annähernd 70.000 Anträge gab.

Spitzen gab es etwa 1981 mit gut 34.500 Ansuchen, 2002 mit rund 39.300 Anträgen oder 2003 mit knapp 32.400, doch an die sich nun abzeichnenden Zahlen kam keines der Jahre heran. Allerdings wurden beispielsweise in den 1990er- Jahren (begonnen mit 1992 bis 1998) insgesamt rund 90.000 Bosnier aufgenommen, ohne dass diese einen Asylantrag stellen mussten. Wie sich dies auf die einzelnen Jahre aufteilt, liegt nicht vor.

Definitiv eine größere Anzahl an Flüchtlingen zu versorgen war nach der Niederschlagung des ungarischen Volksaufstands durch die Sowjetunion, als 1956/1957 rund 180.000 Menschen aus dem Nachbarland nach Österreich kamen, sowie nach dem Einmarsch der Warschauer- Pakt- Staaten in die Tschechoslowakei, als im Jahr 1968 etwa 162.000 Menschen die Flucht über die Grenze antraten.

Weiter Wirbel um Flüchtlingsquartiere

Was die derzeitige Debatte über die Flüchtlingsquartiere anlangt, so hat am Samstag ein großer Polizeieinsatz wegen randalierender Asylwerber im Zeltlager am Polizeisportplatz in Linz für Wirbel gesorgt: Ein Syrer hatte sich vors Eingangstor gesetzt und gedroht, sich mit dem Essbesteckmesser den Hals durchzuschneiden.  Der Grund: Er war mit dem Essen unzufrieden.

Und auch die Diskussion um die Nutzung von Kasernen als Asylwerber- Quartiere geht weiter. Zwar wurden mittlerweile vier Kasernen bei einer Prüfung als "geeignet" eingestuft - die weitere Vorgehensweise ist aber trotzdem völlig unklar. Denn: Das Verteidigungsministerium sieht nun das Innenministerium am Zug, dieses die Länder – und die reagieren allesamt ablehnend. 

02.06.2015, 07:19
AG/red
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