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24.07.2017 - 19:18
Symbolischer Abbau: Die ehemalige Hypo-Zentrale in Klagenfurt hat nun kein Logo mehr.
Foto: APA/MICHAEL WALCHER

Hypo: Balkanzentrale wird nach Wien verlegt

16.12.2015, 17:34

Den Rotstift setzt jetzt auch die Hypo- Alpe- Adria- Balkanbankengruppe an, die heuer an den US- Fonds Advent verkauft worden ist. Die österreichische "Zentrale" wird von Klagenfurt nach Wien verlegt. Das bedeutet Jobverluste in Klagenfurt. 100 der derzeit noch 194 Mitarbeiter in Klagenfurt wurden vorsorglich beim AMS zur Kündigung angemeldet, sagte ein Sprecher am Mittwochabend. Gespräche mit dem Betriebsrat laufen, teilte die Hypo Group Alpe Adria (HGAA) mit. Man suche "sozialverträgliche Einigungen".

Derzeit heißt es, dass es wohl 40 bis 50 Leute in Klagenfurt werden dürften, die tatsächlich ihren Job verlieren. Am Standort in Kärnten soll ein Service- Center mit rund 60 Beschäftigten verbleiben. Für sie wird aber ein neues Quartier in der Landeshauptstadt gesucht.

Das vom Dach abmontierte Logo wird nun in seine Einzelteile zerlegt.
Foto: APA/MICHAEL WALCHER

Die Hypo- Südosteuropazentrale ist im markanten Hypo- Haus in Klagenfurt untergebracht, als Mieterin. Auch diese Kosten will man sich künftig ersparen. Das Haus gehört der Bad Bank Heta. Die will es verkaufen. Das Hypo- Logo ist schon abgebaut worden - ein Zufall, wie beteuert wird.

Hauptstadtbüro soll Anfang 2016 bezogen werden

In Wien soll in Kürze die "zentrale Steuerungsfunktion" der Hypo- Balkanbankengruppe angesiedelt werden. Das Hauptstadtbüro soll, wie ein Sprecher erklärte, relativ rasch - Anfang des neuen Jahres - bezogen werden. Auch hier sollen etwas mehr als 60 Leute arbeiten.

Verwaltungsposten sollen eingespart werden und strategische Funktionen für die fünf Balkanbanken vor allem auch in die Banken vor Ort verlegt werden. Im ersten Quartal 2016 soll diese Neuorganisation über die Bühne sein. Begonnen wird in der Verwaltungszentrale in Österreich, in der Folge geht es auch um die Niederlassungen am Balkan selbst. Töchter betreibt die Gruppe in Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Serbien und Montenegro.

16.12.2015, 17:34
AG/red
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