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08.12.2016 - 11:06
Ursulas (li.) Tochter Katharina (kl. Foto) starb im Urlauberparadies unter mysteriösen Umständen.
Foto: Ursula Maria Kajoui

Hochschwangere Wienerin (30) stirbt auf Teneriffa

13.07.2014, 19:00
Rätselhafter Todesfall auf der Ferieninsel Teneriffa: Eine hochschwangere 30 Jahre alte Wienerin und Mutter eines sechsjährigen Buben starb unter mysteriösen Umständen in ihrer Auswandererwohnung. Ihre Familie vermutet, dass der Ehemann der Frau dahintersteckt. Doch die Behörden halten sich bedeckt.

Vor acht Jahren war Katharina mit ihrer Mutter Ursula nach Spanien ausgewandert, lernte dort Ricardo kennen – den späteren Vater ihres Sohnes Elias (6). Im Herbst hätte die erst 30- Jährige ihr zweites Kind zur Welt bringen sollen. Doch dazu sollte es nicht mehr kommen.

Ende April war die kerngesunde Frau in ihrer Wohnung auf Teneriffa plötzlich zusammengebrochen, erst nach Stunden bekam sie ein Notarzt zu Gesicht. Ihre Mutter Ursula erzählt: "Erst kamen Gemeindebeamte und Polizisten, dann erst ein örtlicher Mediziner." Doch zu diesem Zeitpunkt war es bereits zu spät: Der Arzt konnte nur noch den Tod der Schwangeren feststellen.

Bürgermeister bestand auf rasche Einäscherung

Allerdings erfuhren die Hinterbliebenen weder etwas über die Todesursache, noch wurde von den Einsatzkräften eine Autopsie in Auftrag gegeben – im Gegenteil: Noch am selben Abend war der Bürgermeister des Ortes (ein enger Verwandter des Kindsvaters) zur Stelle und bestand auf eine rasche Einäscherung der Verstorbenen – schlug sogar vor, dafür zu bezahlen.

"Meine Tochter wollte sich von ihrem Partner trennen. Bei dem Drama blieb er gelassen und versuchte erst gar nicht, uns die Vorkommnisse vor Katharinas Zusammenbruch zu erklären", so die Mutter des Opfers. Die Trauernde wünscht sich sehnlichst, dass der Tod ihrer Tochter aufgeklärt wird. Aber die Behörden – allen voran der Bürgermeister – hüllen sich in Schweigen.

13.07.2014, 19:00
Brigitte Blabsreiter, Kronen Zeitung/red
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