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04.12.2016 - 03:24
Hannes F. wurde in Ägypten wegen Waffenschmuggels zu sieben Jahren Haft verurteilt.
Foto: APA/PRIVAT

Haft in Ägypten: Burgenländer (36) schwer erkrankt

06.04.2016, 12:28

Jener 36 Jahre alte Burgenländer, der seit 2011 wegen Waffenschmuggels in Ägypten im Gefängnis sitzt, hat mit massiven gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Hannes F. leidet an einer Herzmuskelentzündung, am Dienstag spürte er plötzlich seine Hände nicht mehr und hatte Schmerzen in der Brust, am Mittwoch wurde die Erkrankung vom Gefängnisarzt diagnostiziert.

Die Familie hofft nun, dass ein Vertrauensarzt der österreichischen Botschaft den 36- Jährigen untersucht. Hannes F. wurde 2013 in Kairo zu sieben Jahren Haft verurteilt. Seine Anwältin Astrid Wagner hat nun auch mit ihrem ägyptischen Kollegen Rücksprache gehalten, nachdem sie am Dienstagabend von der Erkrankung erfahren hatte.

Ehefrau "fix und fertig"

Die Ehefrau des Burgenländers, Lisa F., ist in großer Sorge um ihren inhaftierten Ehemann. Sie sei "fix und fertig", sagte sie. "Es war gestern zufällig ein Arzt im Gefängnis, der Hannes untersucht und ihm zwei Medikamente gegeben hat. Mein Mann hat um ein EKG gebeten, das wurde ihm allerdings verwehrt." Die 36- Jährige hofft nun darauf, dass ihr Ehemann schnellstmöglich untersucht werden darf.

Auch die österreichische Botschaft in Kairo bemüht sich mit Nachdruck, weitere Informationen zum Gesundheitszustand von Hannes F. zu bekommen und dass dem Konsul in Begleitung eines Vertrauensarztes der sofortige Zugang zu dem Insassen gewährt wird, sagte der Sprecher des Außenministeriums, Thomas Schnöll.

Antrag auf vorzeitige Entlassung eingebracht

Zudem habe der Botschafter am Mittwoch einen Termin mit der Gefängnisverwaltung, wo es auch um die Bemühungen um eine vorzeitige Entlassung des Burgenländers gehe. Ein entsprechender Antrag wurde bereits eingebracht. Eine vorzeitige Entlassung ist nach Verbüßen von zwei Dritteln der Haftstrafe und somit im kommenden Juli möglich, sagte Schnöll.

Hannes F. hatte sich 2011 mit einer Sicherheitsfirma selbstständig gemacht. Die bewaffnete Bewachung eines Schiffstransports hätte sein erster großer Auftrag werden sollen. An der Gepäckausgabe auf dem Flughafen in Kairo - F. hatte vier deklarierte Gewehre und 200 Schuss Munition dabei - endete die Reise für den Burgenländer und einen deutschen Kollegen (er wurde ebenfalls verurteilt) schließlich mit der Festnahme.

06.04.2016, 12:28
AG/red
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