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20.01.2017 - 23:20
Niessl (r.o.) vor Häupl (l.o.), Strache (l.u.) vor Haimbuchner (r.u.)
Foto: APA/Roland Schlager/Herbert Pfarrhofer/FOTOKERSCHI.AT/

Häupl jetzt im Macht- Ranking hinter Niessl

12.10.2015, 08:44
Mit der Wien-Wahl haben sich die parteiinternen Machtverhältnisse verschoben: Die Wiener SPÖ rutschte hinter das Burgenland auf Rang 2, die Wiener FPÖ ist jetzt wieder vor den Oberösterreichern die stärkste Landesgruppe. Die Wiener ÖVP war Letzte und blieb Letzte. Die Wiener Grünen fielen um zwei Ränge ab.

In der SPÖ setzte sich das alte Spiel zwischen Wien und Burgenland fort: Seit der Wahl im Mai war der burgenländische Landeschef Hans Niessl mit 41,92 Prozent nur mehr Zweiter hinter dem Wiener Bürgermeister Michael Häupl. Der schlug sich zwar besser als gedacht, aber für das parteiintern beste Landeswahl- Ergebnis reichten seine 39,44 Prozent (vorläufiges Endergebnis ohne Briefwahl) nicht: Jetzt liegt wieder Niessl vorne.

Zwei Wochen lang war der Oberösterreicher Manfred Haimbuchner blauer Rekordhalter mit seinen 30,36 Prozent, dem ersten FPÖ-Ergebnis über der 30er- Marke außerhalb Kärntens. Sein Bundesparteichef Heinz- Christian Strache überholte ihn als Wiener Spitzenkandidat - letztlich, wenn dann die Briefwahlstimmen ausgezählt sind, aber wohl nur knapp, mit 31 Prozent.

Noch-ÖVP-Chef Manfred Juraczka hatte - was den parteiinternen Rang betrifft - nicht viel zu verlieren: Die Wiener ÖVP war schon Letzte. Das bleibt sie, aber mit dem österreichweit ersten ÖVP- Landtagsergebnis der Zweiten Republik unter zehn Prozent. Im vorläufigen Endergebnis sieht es mit 8,70 Prozent noch so aus, als wäre die Wiener ÖVP sogar schwächer als die Vorarlberger SPÖ, die vor einem Jahr nur 8,77 Prozent holte. Das wird sich mit der Auszählung der Briefwahl aber noch ändern.

Die Wiener Grünen freuten sich zwar, dass - dank den gelinderen Verlusten der SPÖ - die rot- grüne Mehrheit erhalten blieb. Aber sie haben nicht nur Wähler verloren, sondern auch parteiintern zwei Ränge: Waren sie vor der Wahl mit 12,64 Prozent noch Dritte, sind sie mit ihren jetzt 11,14 Prozent nur mehr Fünfte hinter Salzburg, Vorarlberg, Tirol und Kärnten.

Die Wiener NEOS sind nach Vorarlberg die zweite Landesgruppe, die die Mandatshürde genommen hat - und zwar mit dem zweitbesten Ergebnis der bisher fünf Landtagswahlen mit pinker Beteiligung.

Letzte Landtagswahl vor Nationalratswahljahr

Zwei Jahre Pause gibt es jetzt - zumindest, was Parlamentswahlen über der Gemeindeebene angeht: Die Wien- Wahl war die letzte Landtagswahl vor dem Nationalratswahljahr 2018. Aber 2016 werden alle Österreicher an die Urnen gerufen, um einen neuen Bundespräsident zu küren. Daneben stehen 2016 und 2017 (abgesehen von der ÖH- Wahl 2017) nur Kommunalwahlen an. Tirol hat für seine Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen bereits einen Termin fixiert: Am 28. Februar wird gewählt - allerdings wie immer nicht in Innsbruck, das erst zwei Jahre später dran ist. Dafür kürt 2016 vor dem Sommer noch die niederösterreichische Landeshauptstadt St. Pölten den Gemeinderat.

12.10.2015, 08:44
AG/red
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