Werbung
Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
05.12.2016 - 03:06
Foto: APA/HERBERT NEUBAUER

Grenzsperren belasten bereits heimische Wirtschaft

16.09.2015, 17:01
Die verschärften Kontrollen an Österreichs Grenzen werden teuer. Neben 13,8 Millionen Euro, die für die vorerst geplanten zehn Tage Grenzeinsatz durch Polizei und Bundesheer anfallen, führen die Maßnahmen auch bei der heimischen Wirtschaft bereits jetzt zu finanziellen Einbußen. Wegen der Staus verzögern sich etwa beim größten Autohändler Porsche Holding die Auslieferungen um zwei Tage, BMW Steyr fährt ein Notprogramm, Frächter haben 2,5 Millionen Euro an Mehrkosten.

Von knapp 14 Millionen Euro für den Grenzeinsatz machen 2,4 Millionen die Personalkosten des Bundesheers für den Assistenzeinsatz aus, 7,7 Millionen muss die Exekutive aufbringen. Der Rest läuft unter Sachaufwand. Gemäß Schengen- Regeln sind die Grenzkontrollen zunächst einmal für den Zeitraum von zehn Tagen möglich und daher von der Regierung auch auf diese Periode angesetzt. Begründet wird die Maßnahme damit, dass Österreich durch die in Deutschland eingeführten Kontrollen handeln habe müssen . "Keine vorübergehende Einführung der Grenzkontrollen würde bedeuten, dass Tausende Fremde in das Bundesgebiet einreisen, ohne dass die Weiterreise nach Deutschland gesichert ist", heißt es in der entsprechenden Verordnung des Innenministeriums.

Drei Stunden Wartezeit an den Grenzen

Doch auch für die österreichische Wirtschaft bedeuten die Grenzkontrollen und die damit verbundenen Staus finanzielle Verluste. "Wir rechnen derzeit mit durchschnittlich drei Stunden Grenzwartezeiten in Oberösterreich, Salzburg und Nickelsdorf. Mal 50 Euro pro Stunde je Lkw für Personal usw. macht das in Summe 2,5 Millionen Euro pro Tag. Wegen der Notsituation bräuchten wir befristet flexiblere Ruhezeitenregeln für die Fahrer und eine Absenkung der Maut um zehn Prozent", klagt Frächter- Obmann Alexander Klacska. Führen auch noch Slowenien und Italien Grenzkontrollen ein, dann drohe ein "Flächenbrand".

Wegen der möglichst engen Zeitpläne in Industrie und Handel gibt es in der Logistikkette kaum Puffer. BMW Steyr etwa schickt täglich mehr als 3000 Motoren in die Autowerke nach Deutschland und hat vorsorglich mit früheren Lieferterminen mehr Triebwerke auf die Reise gebracht. Vorerst kommt man so durch. Beim größten heimischen Autohändler, Porsche Salzburg (VW, Audi, Skoda etc.), kommen fertige Autos um zwei Tage später nach Österreich. Betroffen sind etwa Audis aus der Fabrik im ungarischen Györ.

Lesen Sie auch:

16.09.2015, 17:01
Christian Ebeert, Kronen Zeitung/AG/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum