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04.12.2016 - 09:51
Trojanisches Greenpeace-Pferd als Symbol für die TTIP-Absurdität
Foto: zwefo

Greenpeace will Trojanisches TTIP- Pferd stoppen

21.11.2014, 16:55
Mittels originellen Protests hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace am Freitag auf die Pakt-Mauscheleien der EU-Handelsminister in Brüssel reagiert. Um auf die versteckten Gefahren von TTIP, CETA und EUSFTA (Sonderklagsrechte für Konzerne) aufmerksam zu machen, zogen die Aktivisten ein Trojanisches Pferd durch Wien!

Wie berichtet, ist vor allem SPAR- Chef Gerhard Drexel ökologische Speerspitze  gegen den Pakt. Unterstützung für diese edle Linie kam am Freitag aus Wien. "Sonderklagsrechte für Konzerne sind nicht nur eine Gefahr für die Umwelt, sondern bedrohen auch die Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Wir müssen dieses als Investitionsschutz getarnte Trojanische Pferd stoppen", so Greenpeace- Aktivist Florian Schweitzer beim Protestzug.

"Die Kommission lenkt nicht ein"

Das aus Holz gefertigte 1,5 Tonnen schwere Trojanische Pferd wurde symbolisch von mit schwarzen Anzügen bekleideten Lobbyisten gezogen. Auf dem Weg zur Ständigen Vertretung der EU- Kommission zogen die Umweltschützer unter anderem auch an der Industriellenvereinigung und dem Parlament vorbei.

Michel Reimon, EU- Abgeordneter der Grünen, kritisiert: "Obwohl TTIP viele Nachteile bringt, lenkt die Kommission nicht ein." SPÖ- Mandatar Leichtfried kämpft jetzt vor allem gegen den Pakt mit Singapur (EUFSTA). Kuriosum in Wien- Brigittenau: Ein TTIP- Antrag des engagierten FPÖ- Bezirkspolitikers Michael Howanietz wurde unter fadenscheinigen Begründungen ausgerechnet von SPÖ und Grünen abgelehnt.

Rund 150 Menschen bei Demo

Die Demo- Teilnehmer sammelten sich bereits um 08.45 Uhr nahe der Wirtschaftskammer. Rund 150 Personen demonstrieren gegen das Freihandelsabkommen, mit dem mittlerweile auch der Europäische Gerichtshof befasst  ist, und setzen sich dann ab 10 Uhr über die Wiedner Hauptstraße in Bewegung. Die Route führt unter anderem über die Favoritenstraße - Argentinierstraße - Gusshausstraße, bis zum Schwarzenbergplatz, wo es vor dem Gebäude der Industriellenvereinigung eine Kundgebung gab. Weiter ging es über den Kärtner Ring, Opernring, Burgring bis zum Parlament und von dort bis zur Wipplingerstraße.

21.11.2014, 16:55
Mark Perry und Christoph Matzl, Kronen Zeitung/red
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