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29.07.2016 - 02:07
Rotlicht-König Hermann "Pascha" Müller
Foto: Markus Tschepp, pascha.de

Gratis- Sex: Salzburger Bordell erhitzt die Gemüter

09.06.2015, 16:25
Es ist wohl das schärfste Angebot, seit es das horizontale Gewerbe gibt: Im Etablissement "Pascha" in der Stadt Salzburg gilt ab sofort: "Eintritt frei, Getränke frei, Sex frei". Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer, die Freier stehen Schlange. Dahinter verbirgt sich freilich eine umstrittene Protest- und Werbeaktion des Rotlicht-Königs Hermann Müller, in der Szene "Pascha" genannt. Der gebürtige Deutsche will nämlich nicht länger "Zuhälter des Finanzamts" sein.

Die "Krone" stattete dem bekannten Bordell in Salzburg Dienstagfrüh einen (natürlich rein dienstlichen!) Besuch ab. Es ist ruhig - die Ruhe vor dem Sturm. Denn seit dem Wochenende wird das "Pascha" von Tag- und Nachtschwärmern regelrecht überlaufen.

"Mussten Hunderte wegschicken"

"Wir mussten leider bereits Hunderte Kunden wieder wegschicken, weil das Haus voll war", so Rotlicht- König "Pascha" alias Hermann Müller. Immerhin lockt der Bordellbetreiber derzeit mit einem wahrhaftig unmoralischem Angebot: Eintritt, Getränke und Sex sind ab sofort gratis. Geöffnet ist rund um die Uhr. Zwischen vier und acht Wochen soll das "Sommer Special" laufen. Die Getränke gehen also aufs Haus, die Damen werden - und darauf legt er Wert - zum üblichen Stundensatz von Müller selbst bezahlt.

"Wir zahlen keine Steuern mehr"

Hinter der Aktion steckt allerdings ein schon länger schwelender Konflikt mit den Behörden, vor allem mit dem Finanzamt: "Ich habe in den vergangenen zehn Jahren fast fünf Millionen Euro an Steuern und Abgaben allein in Salzburg geleistet", so der Rotlicht- Boss, "und sie wollen immer mehr, anstatt gegen die illegale Straßen- und Wohnungsprostitution vorzugehen." Entsprechend auch das Motto der Gratisaktion: "Wir zahlen keine Steuern mehr." Die aktuellen Ausgaben sollen mit Gewinnen aus anderen Etablissements ausgeglichen werden.

"Freue mich auf die Registrierkassenpflicht"

Eigenen Angaben zufolge würde sein "Pascha" alle 14 Tage überprüft, "da bleibt gar kein Spielraum. Ich begrüße auch die Einführung der Registrierkasse." Jegliche Anschuldigungen bezüglich Menschenhandel und Steuerbetrug weist er von sich.

09.06.2015, 16:25
Oliver Papacek und Martina Prewein, Kronen Zeitung/red
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