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03.12.2016 - 19:44
Foto: APA/STADTFEUERWEHR TULLN/UNBEKANNT

Geisterfahrer rast in stehendes Polizeiauto

22.01.2015, 10:04
Mit voller Wucht ist ein Geisterfahrer in der Nacht auf Donnerstag in Niederösterreich frontal gegen ein Polizeiauto gekracht. Der 67 Jahre alte Mann hatte trotz Blaulichts und Lichthupe nicht auf die Signale der Beamten reagiert und rammte das Dienstauto, das auf dem rechten Fahrstreifen abgestellt war. Der 67-Jährige wie auch ein Polizist erlitten Verletzungen.

Nach Angaben der Freiwilligen Feuerwehr Tulln war der Mann bereits mehrere Kilometer als Geisterfahrer auf der zweispurigen S5 unterwegs gewesen, ehe es bei Tulln zum Zusammenstoß kam. Laut Feuerwehr hatten Beamte der Autobahnpolizei Stockerau ihren Dienstwagen auf dem ersten Fahrstreifen zum Stehen gebracht und versucht, den Geisterfahrer mit Blaulicht und Lichthupe zum Anhalten zu bewegen. Einer der Beamten im Alter von 41 Jahren war sogar aus dem Wagen gestiegen und versuchte auch mittels Handzeichen, den 67- Jährigen auf seinen Fehler aufmerksam zu machen.

Foto: APA/STADTFEUERWEHR TULLN/UNBEKANNT

Beide Fahrzeuge bei Unfall völlig zerstört

Doch das alles sollte nichts nutzen, wie sich Augenblicke später zeigte: Der Niederösterreicher hielt weiter auf den Streifenwagen zu. Während der ausgestiegene Polizist noch rechtzeitig zur Seite springen und sich in Sicherheit bringen konnte, hatte sein 40- jähriger Kollege, der im Auto geblieben war, weniger Glück. Der 67- Jährige rammte den Dienstwagen mit voller Wucht, beide Fahrzeuge wurden beim Unfall komplett zerstört. Wrackteile lagen danach über die gesamte Fahrbahn verstreut.

Unfallverursacher in Wrack eingeklemmt

Der Beamte kam bei dem Crash mit leichten Verletzungen davon, der Unfallverursacher wurde allerdings im ramponierten Auto eingeklemmt und musste mit hydraulischen Rettungsgeräten aus seinem Mercedes befreit werden. Er zog sich schwere Verletzungen zu und wurde, ebenso wie der verletzte Beamte, ins Spital eingeliefert. Der Grund für den Zusammenstoß ist bislang nicht gänzlich geklärt. Die Staatsanwaltschaft St. Pölten ordnete jedoch wegen des Verdachts auf Alkoholisierung eine Blutabnahme an. Die S5 musste in Fahrtrichtung Krems zwei Stunden lang für den gesamten Verkehr gesperrt werden.

Erst am Donnerstag wurde von Ö3 die Zahl der Geisterfahrermeldungen im Vorjahr vermeldet.  Insgesamt 358- mal musste 2014 eine Warnung herausgegeben werden - die geringste Anzahl seit Beginn der Aufzeichnungen vor 20 Jahren.

22.01.2015, 10:04
AG/red
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