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04.12.2016 - 13:19
Foto: APA/RAXMEDIA

Fünf Millionen Euro Schaden durch Zugentgleisung

03.12.2015, 12:23
Bei dem Güterzug-Unfall auf der Südbahnstrecke am Semmering am Dienstag ist ein Schaden von mindestens fünf Millionen Euro entstanden. Das gab ÖBB-Vorstand Franz Seiser am Mittwochabend bekannt. Der Güterzug mit 21 Waggons, der letztlich mit vermutlich 40 bis 60 km/h auf eine angeforderte Hilfs-Lok prallte, die bergwärts fuhr, dürfte bereits etwa einen Kilometer zurückgerollt sein. Die Reparatur der Strecke soll am 14. Dezember abgeschlossen sein.

Schauplatz des Unfalls war der Pollereswand- Tunnel zwischen zwei Viadukten zwischen Breitenstein und Semmering. Nach Angaben von ÖBB- Sprecher Christopher Seif vom Donnerstag entgleisten 14 Wagen, zwölf davon im Tunnel. An der Unfallstelle werde "mit Hochdruck" gearbeitet. Man komme besser voran als zunächst vermutet, sagte Seif. Demnach soll der Tunnel bis Freitagfrüh freigemacht sein. Noch am Vormittag könnte dann mit den Instandsetzungsarbeiten begonnen werden. Es sei daher davon auszugehen, dass Züge noch vor dem Weihnachtsreiseverkehr wieder über den Semmering rollen werden.

Streckenfreigabe früher als geplant

Die Freigabe der Bahnstrecke dürfte früher als geplant erfolgen: Angepeilt werde der 14. Dezember mit Betriebsbeginn um 3.30 Uhr, so Seif. Ursprünglich waren die Bundesbahnen von einer bis zu dreiwöchigen Sperre ausgegangen.

Lokführer verließ Tunnel selbst

Der Güterzugverkehr wird laut Seif während der Sperre der Strecke über den Pass großräumig umgeleitet. Ausweichrouten seien die Aspangbahn, die Pyhrn- und die Tauern- Strecke. Was den verletzten Lokführer angehe, sagte der Sprecher, dass dieser nach der Karambolage selbst aus dem Tunnel gegangen sei. Der Kollege habe definitiv keine inneren Verletzungen, es sei von Prellungen und einer Schnittwunde die Rede gewesen. Im Krankenhaus soll ein Knochenbruch festgestellt worden sein.

Ersatzverkehr mit Bussen

Im Unfallbereich sind laut ÖBB umfangreiche Aufräum- und Instandsetzungsmaßnahmen notwendig. Schieneninfrastruktur, Oberleitung und Signale müssten erneuert werden. Für die Personenbeförderung wurde ein Ersatzverkehr mit Autobussen eingerichtet: für den Fernverkehr im Abschnitt Gloggnitz - Mürzzuschlag, für den Nahverkehr von Payerbach- Reichenau bis Semmering (in Ausnahmen aus betrieblichen Gründen bis Mürzzuschlag, wie auf der ÖBB- Website informiert wurde).

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03.12.2015, 12:23
AG/red
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