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26.02.2017 - 10:34
Foto: Peter Tomschi

Freigänger ging als "Polizist" auf Frauenfang

17.05.2016, 18:57

Er versprach als falscher Polizist die große Liebe! Ein verurteilter Heiratsschwindler als Freigänger im Exekutivdienst steht unter Verdacht, bei Putzarbeiten im Wachzimmer eine echte Dienstnummer bzw. die Identität eines Beamten gestohlen zu haben. Jetzt erstattete ein Opfer des Internet- Gigolos Anzeige.

Das Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit der Justiz zum "Resozialisieren" von Häftlingen durch Arbeiten im Polizeidienst rief schon zu Beginn viele Kritiker auf den Plan. Und diese sehen sich jetzt bestätigt: Ein verurteilter Betrüger und Heiratsschwindler soll seine Freigänge im Zuge von Fenster- und sonstigen Reinigungsarbeiten in Inspektionen für kriminelle Tätigkeiten genutzt haben.

Der Verdächtige gab sich bei Internet- Flirts mit echter Dienstnummer und dem Namen eines Beamten eine falsche Identität. Zudem stahl er Uniformteile von Polizei und Justizwache. Dem Charme des vermeintlich seriösen Polizisten verfiel jedenfalls rasch die erste Frau - als amtsbekannter Heiratsschwindler kannte der Verdächtige alle Tricks.

Lebensunterhalt von Straftäter finanziert

Das ahnungslose Opfer glaubte an die große Liebe und finanzierte mit Tausenden Euro den Lebensunterhalt des eigentlichen Straftäters. Erst nach mehreren Wochen flog der gemeine Schwindel auf, die Frau erstattete Anzeige. Nun sitzt der Betrüger wieder hinter Gittern in der Justizanstalt Simmering, die Ausgänge sind gestrichen.

Auch die freiheitliche Polizeigewerkschaft war von Anfang an gegen das Pilotprojekt. "Wer im Gefängnis sitzt, der muss schon eine Menge kriminelle Energie haben. Die Politik sollte der Polizei entsprechend Geld zur Verfügung stellen, um seriöse Betriebe für solche Arbeiten zu beauftragen. Aber bei uns wird überall gespart", so AUF- Personalvertreter Bertl Schmiedt.

"Bisher nur gute Erfahrungen"

Dieser Kritik kontert der Vorstand der Polizeipressestelle, Manfred Reinthaler: "Bisher wurden an 24 Polizeidienststellen Fenster- und Grundreinigungsarbeiten durch Freigänger durchgeführt und wir hatten nur gute Erfahrungen."

17.05.2016, 18:57
Christoph Budin, Kronen Zeitung/red
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