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04.12.2016 - 20:17
Per Kran wurde der Notarzt zum Flugzeugwrack am Dach des Schulgebäudes gehievt.
Foto: APA/GERT EGGENBERGER / Video: Youtube.com/Kärntner Krone

Flugzeug kracht in Schulgebäude: Zwei Insassen tot

18.03.2015, 20:35
Im Norden von Klagenfurt ist am Mittwoch ein Kleinflugzeug abgestürzt. Die Maschine krachte laut Rotem Kreuz in ein Nebengebäude der landwirtschaftlichen Fachschule Ehrental und blieb im Dachstuhl stecken. Beide Insassen des Flugzeuges kamen ums Leben. Schüler und Lehrer kamen mit dem Schrecken davon.

Mittwoch, 14 Uhr: Auf dem Klagenfurter Flughafen ist wenig los. Ein Kleinflugzeug mit deutschem Kennzeichen ist über bewohntem Gebiet im Anflug. Es ist nur noch wenige Hundert Meter von der Landebahn entfernt, als es zum Unglück kommt. Die Maschine - möglicherweise ein Schulungsflugzeug - schmiert ab. Erste Vermutung der Experten: zu geringe Geschwindigkeit und in der Folge ein Strömungsabriss.

Die beiden Insassen versuchen noch, die Rettungsfallschirme zu ziehen, doch es ist zu spät. Das Flugzeug rast auf die Gartenbauschule Ehrental zu und bohrt sich mit voller Wucht in das Dach des Aufenthaltsraumes des Internats. Zum Glück befinden sich zu diesem Zeitpunkt weder Schüler noch Lehrer oder Personal in dem Trakt.

Brandgefahr erschwert Einsatz

Binnen Minuten sind Rettung, Feuerwehr und Polizei zur Stelle. Der Notarzt des Roten Kreuzes kämpft sich auf dem zerstören Dach mithilfe einer Drehleiter zu den Flugzeuginsassen vor. Ein Insasse war bereits beim Eintreffen der Einsatzkräfte tot. Auch für den zweiten kam jede Hilfe zu spät, er verstarb kurz darauf. Zusätzlich zur exponierten Lage der Unfallstelle wurde der Einsatz laut ORF erschwert, weil aus dem völlig demolierten Wrack Kerosin austrat. Es bestand Brandgefahr.

Rund 40 Schüler bekamen das Drama hautnah mit. Sie werden jetzt von ihren Pädagogen und Psychologen betreut. Über die Identität der getöteten Flugzeuginsassen ist noch nichts bekannt. "Die Opfer müssen identifiziert und die Angehörigen verständigt werden", sagte Polizeisprecher Rainer Dionisio. Noch am Abend wurden die Wrackteile des Flugzeuges mit einem Kran der Berufsfeuerwehr Klagenfurt geborgen.

18.03.2015, 20:35
Hannes Mösslacher, Hannes Wallner und Alexander Schwab, Kronen Zeitung/red
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