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03.12.2016 - 21:16
Zeltstadt in Nickelsdorf (Bgld)
Foto: APA/HERBERT NEUBAUER

Flüchtlingsstrom: Lage an den Grenzen ruhig

18.09.2015, 11:25
Ruhig und relativ entspannt hat sich die Lage an den österreichischen Grenzen im Burgenland, Kärnten und Salzburg Freitagfrüh dargestellt. In Heiligenkreuz kamen in der Nacht rund 300 Flüchtlinge an. Auf der Saalachbrücke zwischen Salzburg und dem bayrischen Grenzort Freilassing seien derzeit im Gegensatz zu den Vortagen keine Flüchtlinge mehr, hieß es. Mittlerweile sind laut Verteidigungsministerium 1600 Soldaten im Assistenz- und Unterstützungseinsatz.

Jene 300 Neuankömmlinge, die die österreichisch- ungarische Grenze im Bereich des Businessparks in Heiligenkreuz überschritten hatten, wurden laut Polizei mit Bussen umgehend nach Wien gefahren. Probleme habe es dabei nicht gegeben. Zwölf Menschen wurden im Bezirk Neusiedl am See aufgegriffen, teilte Polizeisprecher Wolfgang Bachkönig am Freitagvormittag mit. Zudem sei im Nordburgenland ein Schlepper festgenommen worden, ansonsten sei die Nacht ruhig verlaufen. Ein sehr ähnliches Bild bot sich auch in Kärnten.

3700 Flüchtlinge an Grenze zu Bayern gestoppt

An der Grenze in Bayern hatte die deutsche Bundespolizei noch am Donnerstag rund 3700 Flüchtlinge gestoppt. Das waren rund 1000 Menschen weniger als am Mittwoch, jedoch etwas mehr als am Dienstag. Schwerpunkt war die Saalachbrücke zwischen Salzburg und dem bayrischen Grenzort Freilassing gewesen. Auch die Bahnsteige in Freilassing seien teils voller Flüchtlinge gewesen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei Rosenheim. Die Behörden konnten gegen Mitternacht noch einen Sonderzug von Salzburg nach Freilassing genehmigen, mit dem rund 600 Menschen die ersehnte Einreise nach Deutschland gelang. Am Grenzübergang Saalbrücke verbrachten die Reisenden die Nacht im Notquartier. Nach der Registrierung in Sammelstellen der Region werden die Flüchtlinge auf ganz Deutschland verteilt. Zudem wurden laut Behördenangaben acht Schlepper festgenommen.

Deutliche Entspannung auch in Salzburg

Am Freitag hat sich die Lage auch in Salzburg erstmals deutlich entspannt. In der Lagerhalle im Keller des früheren Zollgebäudes waren am Vorabend rund 150 Betten aufgestellt worden, auf denen 100 bis 150 Flüchtlinge die Nacht verbracht hätten, sagte Johannes Greifeneder, der Sprecher der Stadt Salzburg. Im Notquartier Straniakstraße in Salzburg- Kasern übernachteten rund 100 Flüchtlinge. Für den Hauptbahnhof brachte der nächtliche Sonderzug aus Deutschland große Entlastung, weil dadurch nur noch 150 bis 200 Menschen in der Tiefgarage übernachten mussten. Die Nacht selbst verlief laut Greifeneder recht ruhig.

ÖBB- Fernzüge fahren wieder übers Deutsche Eck

Seit 5 Uhr früh verkehren außerdem wieder ÖBB- Fernverkehrszüge über das Deutsche Eck, teilten die ÖBB mit. Die Railjets fahren zwischen Kufstein und Salzburg durch und haben keinen Aufenthalt auf deutschem Gebiet. Allerdings würden die deutschen Behörden in Salzburg vor der Weiterfahrt Kontrollen in den Zügen durchführen, sagte ÖBB- Sprecher Rene Zumtobel, was zu leichten Verzögerungen führen kann. Zumtobel empfahl den Fahrgästen auch, sicherheitshalber ein Reisedokument mitzuführen.

Weiterhin keinen Zugverkehr gibt es auf der Strecke von Salzburg nach München über Freilassing. Es könne kein stabiler Fahrplan garantiert werden, deshalb beginnen und enden die Railjet- Züge der Achse Budapest- Wien- München am Bahnhof Salzburg, so die ÖBB. Der Zugverkehr über das Deutsche Eck war mit der Begründung eingestellt worden, dass sich immer wieder Flüchtlinge auf oder bei den Gleisen aufhielten.

Rund 1600 Soldaten im Flüchtlingseinsatz

Das Bundesheer ist mit mittlerweile knapp 1600 Soldaten im Einsatz. Mit Stichtag Freitag waren 993 davon an den Grenzen: 363 Soldaten im Burgenland, 231 in Kärnten und 137 in der Steiermark, wobei jene in Kärnten und der Steiermark erst von der Polizei eingeschult werden. In Oberösterreich verrichten 99 Soldaten Ordnungs- und Sicherheitsaufgaben. In Salzburg sind 85 am Bahnhof abgestellt, wo sie die Polizei beim Ordnungsdienst und bei der Überwachung der Gleise sowie bei der Sicherung von Notunterkünften unterstützen. Darüber hinaus sind in mehreren Bundesländern 78 Soldaten der Militärstreife unterwegs.

583 weitere Soldaten - darunter auch Grundwehrdiener - helfen bei der Verpflegung und beim Transport der Flüchtlinge. Das Militär hat mittlerweile auch einiges an Gerät und Material aufgewendet. So sind 202 Fahrzeuge und zwei Hubschrauber im Einsatz. Ob für den Grenzeinsatz künftig womöglich auch die Miliz hinzugezogen wird, ist noch offen. Ausschließen wollte man das im Verteidigungsministerium jedenfalls nicht. Voraussetzung sei aber, dass der Assistenzeinsatz "in hoher Intensität und länger andauert", hieß es.

18.09.2015, 11:25
AG/red
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