Werbung
Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
05.12.2016 - 01:33
Die Außenminister Kurz und Thaci
Foto: Associated Press

Flüchtlingsstrom: Kosovo sagt Kurz Solidarität zu

11.02.2016, 20:47

Österreich kann bei seiner Flüchtlingspolitik auch auf den Kosovo zählen. "Sollte es zu einer Bewegung in Richtung des Kosovo kommen, werden wir uns mit der EU und den Nachbarländern koordinieren und unsere Solidarität zeigen", sagte der kosovarische Außenminister Hashim Thaci am Donnerstagabend nach einem Treffen mit seinem österreichischen Kollegen Sebastian Kurz in Pristina.

"Wir werden dabei die Sicherheitsfrage nicht vergessen", so Thaci. Derzeit sei der Kosovo freilich "nicht stark" von der Flüchtlingsfrage betroffen. Kurz sagte auf der vorletzten Station seiner Reise durch die Region, er sei "sehr dankbar, dass die Westbalkan- Staaten bereit sind, gemeinsam mit uns die Flüchtlingsströme zurückzudrängen". Insbesondere Mazedonien, das der Außenminister am Freitag als letzten der sechs Staaten der Region besucht, werde "eine sehr wichtige Rolle haben".

Lob für gemeinsame Sache bei Kosovo- Migranten

Der Außenminister erinnerte auch an die große Migrationsbewegung aus dem Kosovo im Vorjahr. "Wir haben es gemeinsam geschafft, dass diese Menschen in den Kosovo zurückgestellt wurden", dankte Kurz den kosovarischen Behörden für ihren Einsatz. Zugleich stellte er klar, dass sich an der Politik Österreichs gegenüber Migranten aus dem Kosovo nichts geändert habe: "Es gibt keine Chance für illegale Migranten in Österreich." Wer die Einreise versuche, "muss damit rechnen, dass er innerhalb kürzester Zeit zurückgestellt wird".

Die beiden Minister vereinbarten einen bilateralen Aktionsplan, der Maßnahmen für die beschleunigte EU- Annäherung des Kosovo enthält. So soll das im vergangenen Herbst unterzeichnete Stabilisierungs- und Annäherungsabkommen "möglichst im Frühjahr 2016" in Kraft treten, und auch die Visaliberalisierung soll noch heuer über die Bühne gebracht werden. Der Kosovo ist der einzige Westbalkan- Staat, dessen Bürger ein Visum für die Einreise in die Europäische Union benötigen.

Länderspiel nach EM vereinbart

Nicht nur symbolischer Natur ist auch die Vereinbarung, dass nach der Fußball- Europameisterschaft erstmals ein freundschaftliches Länderspiel zwischen Österreich und dem Kosovo stattfinden soll. Die Unabhängigkeit des Kosovo ist international immer noch umstritten, fünf EU- Staaten erkennen sie nicht an. Der Weltfußballverband FIFA erlaubt dem Kosovo Freundschaftsspiele, eine Zulassung zu internationalen Bewerben gibt es wegen des umstrittenen Status des Landes noch nicht.

Kurz hatte vor seinem Treffen mit Thaci und Premier Isa Mustaja die österreichischen KFOR- Soldaten und eine mit österreichischen Entwicklungshilfegeldern modernisierte Landwirtschaftsschule besucht. Am Abend kam er mit österreichischen Wirtschaftstreibenden zusammen. Die bilateralen Handelsbeziehungen haben sich jüngst intensiviert: Die österreichischen Exporte stiegen in den ersten drei Quartalen des Vorjahres um 35 Prozent auf 27,5 Millionen Euro, die Importe aus dem Kosovo verdoppelten sich sogar auf 11,4 Millionen Euro.

Albanien soll EU- fit gemacht werden

Am Vormittag war Kurz noch im Nachbarstaat Albanien zu Gast gewesen. Dort gab er das Ziel aus, die Verwaltung des EU- Beitrittsbewerbers für die Umsetzung von EU- Förderprojekten fit zu machen. Mit 400.000 Euro aus Österreich und drei Millionen Euro von der EU- Kommission wurden zuletzt etwa mehr als 2000 albanische Beamte geschult. "Wir sind uns einig, dass noch viel zu tun ist, aber das Jahr 2016 könnte ein sehr erfolgreiches Jahr für Albanien werden", sagte der Außenminister mit Blick auf den von Albanien erhofften Beginn von EU- Beitrittsgesprächen.

Albanien ist seit 1993 ein Schwerpunktland der heimischen Entwicklungszusammenarbeit. Seit 1995 hat die Entwicklungshilfeagentur ADA ein eigenes Büro in der Hauptstadt Tirana. Konkret werden die albanischen Behörden beim Ausbau hochwertiger Berufsbildung, der Reform der Finanz- und Arbeitsmarktverwaltung und bei der Wasserversorgung unterstützt.

Lesen Sie auch:

11.02.2016, 20:47
red/AG
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum