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04.12.2016 - 03:54
Foto: APA/ERWIN SCHERIAU, Klemens Groh

Flüchtlingspolitik: Klare Linie - ohne Wendepunkt!

27.02.2016, 17:06

Während Deutschland und Griechenland planlos immer tiefer im Asylchaos versinken, wird auf Österreich fast im Gleichklang geschossen. Doch egal ob böse Briefe, üble Kommentare oder handfeste Drohungen aus Berlin, Athen, Rom oder Brüssel - wir werden es aushalten. Denn unsere die längste Zeit schwer trudelnde Bundesregierung macht die internationale Schelte innerhalb weniger Tage stärker, als man es ihr zugetraut hätte. Der Applaus der Mehrheit der Österreicher ist ihr sicher. Die "Krone" applaudiert mit!

Lob und Kritik - wie geht man damit um? Das muss sich die Politik jeden Tag aufs Neue fragen. Da gilt es, ganz genau abzuwägen, welche Kritik berechtigt und konstruktiv ist. Und von wem sie kommt.

Griechenland mit Milliarden mitgerettet

Das ist zu beachten, wenn nun international schweres Geschütz gegen Österreich aufgefahren wird. Weil sich Österreich - eh viel zu spät - erdreistet hat, nach lähmenden Monaten der letztlich unberechtigten Hoffnung auf eine EU- weite Lösung der Asylproblematik die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Da plötzlich wacht die EU kurz aus ihrer Agonie auf. Fast wie ein Schwerkranker, der sich noch einmal kurz aufbäumt, ehe er erschöpft zurücksinkt. Ja, die Kraft, über Österreich herzufallen, die hat man noch. Sogar Griechenland rülpst uns an - war das nicht jenes Land, das wir mit Milliarden vor dem Bankrott mitgerettet haben?

Es ist nicht lange her, dass Österreich mit seinen guten Beziehungen zur Tsipras- Regierung zwischen Athen und Berlin vermitteln durfte. Jetzt aber, da Österreich die Flüchtlingsflut in den Griff zu bekommen versucht - ja, jetzt wird auf Österreich aus Deutsch- und Griechenland fast im Gleichklang geschossen.

Nennung der Herkunft von Straftätern richtig

Apropos Lob! Da gab es viel Zustimmung unserer Leser für unsere Haltung bei der Nennung der Herkunft von Straftätern. Gegen den ausdrücklichen Auftrag des sogenannten Presserates verschweigen wir bekanntlich die Herkunft von Straftätern nicht. Das Echo auf dieses Bekenntnis ist - auch in den sozialen Medien - enorm.

Ach ja, Tadel setzt es für diesen Umgang mit Straftätern auch. Etwa von einer ultralinken Wiener SP- Sektion. Ihre Forderung: keine Inserate aus dem öffentlichen Bereich für Medien, die sich nicht dem Presserat unterwerfen. Ja, der Verein Presserat applaudiert dieser abstrusen Forderung. Aber keine Angst: Wir bleiben auf unserer Linie!

Während wir auf unserer Linie bleiben, müssen andere erst dort hinfinden. So waren dieser Tage ungewohnte Töne von Giovanni di Lorenzo, Chefredakteur der renommierten "Zeit", zu vernehmen: Die Geschehnisse von Köln seien ein Wendepunkt für die Medien gewesen. Journalisten dürften auch keine Themen ausblenden. Ja, das unterschreiben wir voll - brauchten dafür aber keinen "Wendepunkt".

Danke für Ihre Treue!

Apropos Applaus: Der schönste Beifall für uns ist in Zahlen gegossener Erfolg. Der wurde uns gerade wieder präsentiert - mit den Ergebnissen der Österreichischen Auflagenkontrolle für 2015. Demnach wurden wochentags (Montag bis Samstag) von der "Krone" im Schnitt täglich 767.203 Exemplare verkauft. ALLE anderen Tageszeitungen in ALLEN Bundesländern Österreichs verkaufen INSGESAMT gerade einmal um 128.000 Exemplare mehr.

Für diese Treue, für dieses Interesse sagen wir in aller Demut unseren Lesern ein herzliches Dankeschön!

Klaus Herrmann
Geschäftsführender Chefredakteur

27.02.2016, 17:06
Klaus Herrmann, Kronen Zeitung
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